>50 Nachhaltigkeit-Tipps | Teil 4: Ein paar Schritte weiter gehen

Viele Unternehmen fragen uns, was sie denn alles tun können, um nachhaltiger zu werden. Die Antwort darauf endet meist in einem halbstündigen Monolog.

Da wir uns auch im Kern nicht um die vielen kleinen Dinge kümmern, die ein Unternehmen verändern kann, um nachhaltiger zu werden – sondern wir Organisationen dabei begleiten selbst zu erkennen, wie sie Nachhaltigkeit strategisch verankern können, schreiben wir unsere Tipps in ein paar Blogbeiträgen auf.

Mit dieser kleinen Reihe wollen wir also verschiedenste Tipps und Ideen vorstellen, wie man das eigene Unternehmen nachhaltiger gestalten kann. Von schnell umsetzbaren Tricks bis zu ausgefallenen grünen Kampagnen.

In diesem (vorläufig) vorletzten Beitrag der Reihe stellen wir Ideen vor, die ein wenig weiter gehen als das normale Nachhaltigkeitsengagement. Wieder ist von schnell umzusetzenden Ideen bis zu leicht umfangreicheren Konzepten vieles dabei.

57. Umweltfreundliche Teamevents

Teambuilding ist unbestritten wichtig und die Möglichkeiten vielfältig. Neben Rallyes und dem abendlichen Dinner bietet es sich an gemeinsam etwas Gutes zu tun. Wie wäre es damit zum World Cleanup Day gemeinsam den Fluss sauber zu machen? Oder im Tierheim zu helfen, in der Suppenküche auszuschenken oder auch für ein gemeinsames Ziel demonstrieren zu gehen?

58. Die eigenen Nachhaltigkeits-Tipps an Kunden weitergeben

So einfach wie effektiv: Wenn selbst gute Erfahrungen mit der ein oder anderen Maßnahme für mehr Nachhaltigkeit gemacht wurden, hat es einen umso größeren Effekt diese Tipps den eigenen Kunden mitzugeben. Das schafft Verbindung und echten Austausch.

Cooles Beispiel: Reiseunternehmen haben beispielsweise einen riesigen Impact, wenn sie nachhaltige Mitnahmeempfehlungen an ihre Kund*innen weitergeben, z.B. wiederbefüllbare Flaschen, Wasserfilter, Besteck, Mentruationstasse, Baumwollbeutel und Co. Selbst wenn nur ein Teil der Kund*innen dies beherzigt, wird der ökologische Fußabdruck kleiner.

59. Zusätzliche Urlaubstage für gesellschaftliches oder Umweltengagement

Die ersten Unternehmen wie ecosia machen es vor und geben Mitarbeitenden zusätzliche Urlaubstage dafür sich gesellschaftlich, ökologisch oder politisch zu engagieren. Zeit und Menschen die sich einbringen können, sind für die meisten Initiativen am wertvollsten und umso effektiver diese Maßnahme.

60. CO2 kompensieren

Wenn man sich das Ziel gesetzt hat Emissionen zu senken, das aber gerade nicht umsetzen kann, dann ist es ein konsequenter Schritt diese Differenzen zu kompensieren. Dafür gibt es diverse Projekte, die z.B. Bäume pflanzen oder Erneuerbare Energien fördern. Zuvor sollte sich aber gut informiert werden, welche Projekte glaubwürdig sind und realistische Zahlen angeben. Hier Infos vom Umweltbundesamt.

61. Anreize für wiederverwendbare Produkte schaffen

Die Möglichkeiten hören nicht beim eigenen Handeln auf. Seinen Kunden Anreiz zu nachhaltigerem Handeln zu geben, ist eine riesige Möglichkeit. So kann man z.B. als Café-Betreiber Kunden einen Rabatt geben, wenn sie eigene Becher mitbringen. Oder als Textilhersteller (wie Haglöfs) einen Gutschein, wenn Kunden die alte Jacke zurück geben, sodass Rohstoffe daraus wieder genutzt werden können.

62. Kostenlos Trinkwasser auffüllen lassen

Die refill-Initiative setzt sich dafür ein, dass Menschen auch unterwegs Zugang zu Leitungswasser haben, weil Leitungswasser als Grundrecht gelte. Als Unternehmen kann man einfach Teil der Bewegung werden, meldet sich an, wird online gelistet und per Aufkleber oder Beschriftung darauf hinweisen. Und vielleicht kommt so ja auch der ein oder andere neue Kunde.

63. Reste und Abfall kreativ weiter nutzen

Upcycling, also die Weiternutzung oder sogar Aufwertung ausgelebter Dinge, ist ein echter Trend geworden. Auch als Unternehmen kann man sich umschauen, ob nicht irgendwo „Abfälle“ weiter genutzt werden können. Laguna-Onlineshop macht das vor und nutzt privat angefallene Kartons (Schuhe etc.) der Mitarbeitenden als Versandkartons für die eigenen Produkte.

64. Findet mit Mitarbeitenden und Partnern gemeinsam nachhaltige Lösungen

Viele Unternehmer*innen und Manager*innen stehen irgendwann vor Nachhaltigkeitsfragen und finden keine Antworten mehr. Bei einem so komplexen Thema ist das ganz normal. Gerade jetzt sollte man zur Findung von Lösungen Mitarbeitende und Kund*innen einbinden. Gemeinsam Lösungen erarbeiten macht mehr Spaß, erhöht die Akzeptanz deutlich und schafft oft pragmatischere und funktionierendere Lösungen.

65. Macht Nachhaltigkeit zu einem Prozess der Spaß macht!

Sich Nachhaltigkeitsthemen zu widmen kann aufwändig sein und immer wieder Herausforderungen aufwerfen. Das muss so nicht sein! Findet Formate, gemeinsame Arbeitsrunden, Kreativwerkstätten, „Bastelstunden“ oder ganz andere Elemente, die Nachhaltigkeit zu etwas frischem und ermutigendem machen.
Inspiration können Formate wie der Global Goals Jam bieten oder Methodiken des Sustainable Design Thinking sein. 

Noch mehr gesammelte Nachhaltigkeit-Tipps…  

Related Posts

Leave a Reply