>50 Nachhaltigkeit-Tipps | Teil 5: Grüne Weihnachten

Viele Menschen und noch mehr Unternehmen fragen uns, was sie denn machen können, um nachhaltiger zu werden. Auch zu Weihnachten wollen Unternehmen Tipps zu Nachhaltigkeit. Die Antwort darauf kann lang werden, sind die möglichen Handlungsfelder doch nahezu unendlich.

Da wir uns im Wesentlichen nicht um die vielen kleinen Dinge und Stellschräubchen kümmern, sondern Organisationen und Unternehmen im Ganzen dabei begleiten, sodass sie Nachhaltigkeit strategisch verankern, sammeln wir unsere Tipps und Best Practices für die kleinen Veränderungen einfach zusammen. Und hier veröffentlichen wir diese in einer Serie von Nachhaltigkeit-Tipps, wie man das eigene Unternehmen und den Geschäftsalltag nachhaltiger gestalten kann. Viel Spaß beim Lesen und nachhaltig inspirieren lassen!

Nachdem wir in vorherigen Beiträgen viele Tipps zur Nachhaltigkeit in und ums Büro, für den Geschäftsalltag und zum unternehmerischen Nachhaltigkeitsengagement gesammelt haben, stellen wir im (vorerst) letzten Beitrag unsere nachhaltigen Ideen und Inspirationen rund um Weihnachtsfest vor.

66. Nachhaltige Kundengeschenke

Sind wir nicht alle „schon-alles-Haber“? Wir besitzen viel – und meistens zu viel. Wie schafft man es also mit Kundengeschenken einen echten Mehrwert zu bieten und im Gedächtnis zu bleiben?

Wie wäre es den Trend vom Mehrweg zum Einweg einfach wieder umkehren? Etwas schenken, was Menschen mehrmalig oder beliebig oft wieder verwenden? Oder etwas schenken, was Menschen nicht schon 100 Mal besitzt und deswegen oft weggeworfen wird.

Praktische nachhaltige Kundengeschenke sind zum Beispiel:

  • Taschentücher oder ultraleichte Beutel für Obst und Gemüse aus Bio-Baumwolle,
  • Bienenwachstücher (statt Alu- oder Frischhaltefolie),
  • hochwertige Glas- oder Edelstahlboxen für Speisen auch To Go (statt Einmal-Verpackung),
  • Socken aus der heimischen Wolle aus Öko-Landbau – vielleicht sogar gestrickt von Menschen aus dem Seniorenheim,
  • praktische Thermoskannen für heißen Tee oder leckeren Glühwein,
  • Seifen (statt Duschbad und Shampoo).

Es gibt viele tolle Möglichkeiten. Mit der passenden Stickerei oder Print des Firmen-Logos wird das Geschenk zu einem Hingucker – und bleibt lange im Gedächtnis!

Nachhaltige Weihnachts-Geschenke

67. Auszeit für mehr Kraft

Viele Mitarbeiter*innen sind zum Jahresende ausgebrannt, gestresst und unmotiviert vom Trubel des Weihnachtsgeschäfts. Oder sie fühlen sich getrieben von den Zielen zum Jahresende und müssen ihre Projekte noch schnell fertigstellen. Gerade in der eigentlich doch besinnlichen Weihnachtszeit ist es wertvoll, sich und den Mitarbeitenden Zeit einzuräumen. Für einen Spaziergang in der Mittagspause oder inspirierende Fragen am Tagesanfang (z.B. Wofür bin ich dankbar? Welche Menschen inspirieren mich derzeit am meisten? Was macht mich besonders glücklich?). Damit wird frische Kraft und Energie durch positive Gefühle geweckt.

Inspiration für Fragen gibt vertellis.

68. Weihnachtsbäume aus Plastik?

Was ist ökologisch sinnvoller: ein echter Christbaum oder ein Plastikbaum? Wie umweltfreundlich der jeweilige Baum ist, hängt von der Herkunft, der Nutzungsdauer und der Entsorgung ab.

Etwa 28 Millionen Bäume sterben jährlich in Deutschland zum Weihnachtsfest. Diese stammen zumeist aus konventionellen Plantagen, die gedüngt und mit Pestiziden behandelt werden – eine enorme Belastung für die Umwelt.

Also doch lieber der mehrjährig verwendbare Kunstbaum?

Nein.

Dafür gibt es zahlreiche Gründe:

  • Mindestens 4 von 5 Plastikweihnachtsbäumen werden aus Fernost importiert. Emmissionen für Produktion und Transport und nicht nachvollziehbare, meist geringe Sozial- und Umweltstandards an Produktionsstandorten inklusive. (hier geht es zu einer Studie über den ökologischen Fußabdruck)
  • Plastikbäume werden aus fossilen Rohstoffen hergestellt. Die Förderung ist ein schmutziges Business. Und die Rohstoffe sind endlich.
  • Plastik: Durch Sonnenlicht und über die Nutzungsdauer setzen sich kleine Partikel ab – Mikroplastik. Diese vermischen sich mit Hausstaub und belasten unseren Körper und unsere Gesundheit.
  • Weitere Zutaten: BPA, Weichmacher und Co. Diese Toxine werden bei Verbrennung frei.

69. Natürliche Weihnachtsbäume so nachhaltig wie möglich

Der natürliche Weihnachtsbaum befindet sich in einem natürlichen Kreislauf und produziert in seiner durchschnittlichen Wachstumszeit von 10 Jahren 105 Tonnen Sauerstoff (1 Hektar Weihnachtsbaumkultur).

Hier ein paar Tipps, wie ihr euren Weihnachtsbaum-Traum nachhaltiger gestaltet:

  • Feiert zusammen mit Freunden und Familie und verringert so den Weihnachtsbaumverbrauch.
  • Kauft einen Weihnachtsbaum aus der Region oder mindestens aus Deutschland. Am besten im Topf, sodass dieser länger lebt als der geschlagene Bruder.
  • Noch besser: Mietet einen Baum. Eine Top-Alternative zum geschlagenen Baum! Der Baum überlebt im Topf also gleich mehrere Weihnachtssaisons und bereitet unterschiedlichen Menschen Freude. Zwei Beispiele dafür: W-Baum mieten, W-Baum mieten und kaufen
  • Der Anbau zertifizierter Bio-Weihnachtsbäume verzichtet auf Kunstdünger und Pestizide. So zum Beispiel bei den Siegeln Demeter, Naturland, Biokreis, Bioland, Bio, FSC, PEFC. Gut für Böden und Insekten.
  • Achtet auf die Verpackung – bestenfalls ohne Kunststoffnetze und Co.
  • Macht aus dem Kauf ein kleines Event. Bringt den Baum bei einer Radtour mit heißem Tee oder Glühwein per Lastenrad nach Hause. In Dresden kann man Lastenräder kostenfrei mieten bei https://friedafriedrich.de/!
  • Entsorgung: Zoos freun sich sehr häufig über alte Weihnachtsbäume – Nahrung für die Tiere. Und schon ist der Kreislauf (fast) perfekt.

Hier geht es zu einer interessanten Ökobilanz-Infographik, welche die natürliche der künstlichen Variante gegenüberstellt.

Nachhaltiger Weihnachts-Baum

70. Natürliche Deko

Schmückt eure Räumlichkeiten mit natürlichen Materialien, wie Strohsternen, Äpfeln, getrockneten Orangenscheiben, Lebkuchen, Plätzchen. Herrlich machen sich auch Kombinationen aus Früchten, Moos, Nüssen, Zweigen und Zapfen. Auch selbst gemachte Kränze aus Stroh oder Zweigen sind ein echter Hingucker. Lasst eurer Fantasie freien Lauf! Für weihnachtlichen Duft sorgen Zimtstangen, Nelken oder Orangen. Mit Kerzen und Lichterketten sorgen diese für wohlig-warme Herzensmomente. Kerzen- und Wachsreste aufheben und wiederverwenden. Und auf regionale, bio und/oder fairtrade Produkte achten.

Nachhaltiger Adventskalender71. Guter Adventskalender

Anstatt Schokolade jeden Tag eine gute Tat hinter dem Adventstürchen finden: Der Gute Taten e.V. bietet Kalender, wo hinter jedem Türchen ein Projekt steckt, das mit deiner Spende unterstützt wird. So könnt ihr als Firma oder in jeder Abteilung schon ab 24 Euro an 24 unterschiedlichen Orten der Welt Projekte in den Kategorien Gesundheit, Umwelt, Bildung, und Versorgung helfen.
Nebenbei sieht der Kalender richtig schick aus, wie man im Impact Hub Dresden sehen kann.

72. Grüne Geschenkverpackung

8000 Tonnen Verpackungsmüll werden bundesweit jede Weihnachten erzeugt. Verwendet ohnehin anfallende Print-Materialien, wie Werbeflyer, Broschüren, alte Bücher, Recycling-Papier oder einfach Zeitungen als Geschenkpapier. Oder wie wäre es mit Klopapierrollen, Gläsern oder Stoffresten? Ihr findet sicher etwas im Büro oder Haushalt, was dem Müll geweiht ist und so noch ein zweites Leben bekommt.

73. Weihnachtsfeier mal anders

Häufig sind Mitarbeitende schon gelangweilt von den alljährlich gleichen Weihnachtsfeiern. Und auch sonst lohnt sich Abwechslung. Wie wäre eine Feier für den guten Zweck? Oder gemeinsam Plätzchen backen und an ein Kinderheim zu spenden? Einen Kleider- oder Alles-Tausch-Weihnachtsmarkt veranstalten? Oder mit älteren Menschen in Seniorenheimen oder Pflegeeinrichtungen tanzen oder herzliche Weihnachtslieder anstimmen?

Es ist toll, mit Herzenswärme und innerer Energie gemeinsame Sache zu machen und zum Jahresausklang zusammenzukommen, indem man gemeinsam Gutes tut!

Weihnachtsfeier mit Sinn

74. Festmahl – biologisch, regional, gesund

Gerade zu Weihnachten spielt Ernährung eine große Rolle. Wir können konventionell essen. Oder aber fair, ökologisch und im Einklang mit der Natur. Dies gilt sowohl für die Weihnachtsfeier in der Firma als auch zu Hause. Ist etwas übrig, können wir es Bedürftigen zur Verfügung stellen. Mit dem Wissen, dass die Natur nicht unter dem Festmahl zu leiden hat, schmeckt es gleich viel besser – und gesünder ist es auch!

75. Pendeln in der Weihnachtszeit – und auch sonst

Gerade zur Weihnachtszeit sind die Straßen voll. Das kostet Zeit, Geld, Nerven und viel Energie. Erspart euch den Weihnachtsstress und steigt auf entspannte und ökologische Alternativen um, z.B. die Bahn. Dort könnt ihr die Zeit effektiv nutzen, um ein Buch zu lesen oder euch mental auf den Weihnachtsabend oder das neue Jahr einzustimmen.

Alle Teile unserer gesammelten Nachhaltigkeit-Tipps im Überblick…

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