>50 Nachhaltigkeits-Tipps | Teil 3 Grüne Geschäftsprozesse

Viele Unternehmen fragen uns, was sie denn alles tun können, um nachhaltiger zu werden. Die Antwort darauf endet meist in einem halbstündigen Monolog.

Da wir uns auch im Kern nicht um die vielen kleinen Dinge kümmern, die ein Unternehmen verändern kann, um nachhaltiger zu werden – sondern wir Organisationen dabei begleiten selbst zu erkennen, wie sie Nachhaltigkeit strategisch verankern können, schreiben wir unsere Tipps in ein paar Blogbeiträgen auf.

Mit dieser kleinen Reihe wollen wir also verschiedenste Tipps und Ideen vorstellen, wie man das eigene Unternehmen nachhaltiger gestalten kann. Von schnell umsetzbaren Tricks bis zu ausgefallenen grünen Kampagnen.

Im ersten Beitrag der Reihe stellen wir Ideen für Nachhaltiges Marketing (Green Marketing) und Tipps für umweltfreundliche Techniknutzung vor.
Im zweiten ging es um Nachhaltigkeit im Büro.

Diesmal soll es um einfach umzusetzende Tipps im Geschäftsalltag und allem rundherum gehen.

38. Events in ungenutzten Flächen veranstalten

Gerade für Veranstaltungen bietet es sich an das eigene Netzwerk einmal nach ungenutzten Räumlichkeiten zu durchforsten. Wie wäre es mit Zwischennutzung? Die am Wochenende leere Produktionshalle, das morgendlich geschlossene Café, der Kinderspielwarenladen oder sogar das gerade ungenutzte alte Palais. Solche Locations geben der Veranstaltung besonderen Charme. Und Zwischennutzung verringert in Summe den Gesamtflächenverbrauch und damit fast immer die eingesetzten Ressourcen.

39. Firmenaccount bei Carsharing

Viele Unternehmen unterhalten noch kleinere oder größere Fahrzeugflotten. Dabei stehen bekanntlich individuell genutzte Autos bis zu 90% der Zeit unbenutzt. Gerade für Dienstleistungsunternehmen bieten sich Accounts bei Carsharing-Angeboten an. Sie sind meist günstiger als ein eigenes Auto und sind durch die kollektive Nutzung deutlich umweltfreundlicher insbesondere in Bezug auf verbrauchte Ressourcen (weniger Fahrzeuge) und genutzte Fläche. Achtung: durch die Bequemlichkeit des Carsharing sollte nicht mehr gefahren werden, sonst hebt sich der positive Effekt auf.

40. (Alternativen zu) Geschäftsreisen

Geschäftsreisen zu anderen Teams oder Kunden gehören für viele Unternehmen zum Geschäft dazu. Für viele von ihnen auch Flugreisen innerhalb Deutschlands. Um die Geschäftsreisen und damit die in Summe enorme Umweltbelastung zu senken, sind Videokonferenzen eine echte Alternative! Geben wir dem eine echte Chance. Hier Tipps für die Integration von Skype, zur Skype-Alternative zoom und allgemeine Tipps für eine gute Videokonferenz.

Wenn eine Geschäftsreise nicht vermeidbar ist oder auch wenn es einfach um den Pendelverkehr geht, dann unser absoluter Tipp: häufiger die Bahn nutzen! Gegenüber dem Autofahren oder auch dem aufwendigen Fliegen kann man in der Bahn entspannt arbeiten und wirklich produktiv sein. Mittlerweile gibt es in den meisten Zügen WLAN und meist ist die Bahn in Summe sogar die schnellere Alternative.

41. Bike-Leasing für Mitarbeitende

Als Arbeitgeber*in oder Selbständige*r können nicht nur Autos sondern auch Fahrräder geleast werden. Viele Mitarbeitende wissen so ein Angebot offenbar zu schätzen. Mehr Informationen gibt es z.B. hier.

42. Firmen-Lastenräder

Als Unternehmen, gerade in Städten, kann es sich lohnen so manche Transporte mit Lastenrädern durchzuführen. Das Beispiel eines Berliner Schornsteinfegers zeigt, dass es Geld spart, schneller ist, Aufmerksamkeit schafft und die Umwelt entastet. Außerdem gibt es verschiedene Förderungen für Lastenräder.

43. Workshops umweltfreundlicher gestalten

Viele kennen die Flut von Post-Its und Ausdrucken zu Workshops. Die ersten digitalen Tools schicken sich an, dem gegen zu wirken, so z.B. Mind Objects. Wenn man es trotzdem haptisch mag, dann z.B. mit wiederbeschreibbaren, magnetischen Post-Its. Und wenn man die Zettelchen trotzdem braucht, dann doch gern die aus Recyclingpapier.

44. Events nachhaltiger gestalten

Veranstaltungen können oft unnötig viele Ressourcen brauchen, das Catering zu viel Essen übrig haben, die Teilnehmenden mehr mit dem Flugzeug als der Bahn anreisen. Kein Einweggeschirr und -besteck inklusive keine Einwegstrohhalme. Auch hier kann also viel getan werden, um umweltfreundlicher zu werden. Als Hilfestellung hier ein guter Leitfaden mit Checkliste. Und für die, die tiefer einsteigen wollen, lohnt es sich an den verschiedenen Weiterbildungen teilzunehmen.

45. Grünes Hosting von Web-Diensten

Unsere Websites und anderen Online-Dienste werden meist auf fremden Servern gehostet. Aber wie viel Mühe geben sich unsere Hoster in Sachen? Wie sieht es mit erneuerbaren Energien, Ressourcenschonung, Mitarbeiterzufriedenheit aus? Die Bandbreite grüner Hoster wird immer größer. Wir haben uns nach längerer Recherche für Manitu entschieden.

46. Nachhaltige Bank

Die Wirkung von Geldflüssen für die Förderung nachhaltiger oder eben auch unnachhaltiger Unternehmen und Projekte ist enorm. Aus diesem Grund sollten gerade Unternehmen gut überlegen, in welche Projekte ihr Geld potenziell fließt und damit bei welcher Bank es liegt. In Deutschland sind die GLS, die Triodos, Umweltbank und die Ethikbank solche, die für Geschäftskonten in Frage kommen. Ein Vergleich lohnt sich.

47. Öko-Stromanbieter

Mittlerweile wissen die meisten um die Einfachheit den Stromanbieter zu wechseln und auch um den Effekt Strom aus erneuerbaren Energien zu beziehen. Nun gilt es konsequent im Unternehmenskontext drauf zu achten und umzustellen. Hier ein paar Hintergründe und Vergleiche.

48. Home-Office

Den Mitarbeitenden anzubieten im Home Office zu arbeiten, ist zeitgemäß, verbessert oft die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, kann zur Steigerung der Kreativität beitragen und reduziert noch Fahrtwege und teils Raumnutzung. Dabei gilt es aber für jedes Unternehmen zu prüfen, in welchem Maß und unter welchen Bedingungen das funktioniert, ohne das Teamgefühl oder die Produktivität zu senken bzw. einen Ressourcenmehreinsatz zu forcieren (durch doppeltes technisches Equipment). Hier noch Tipps für Home Office sowohl für Arbeitgeber*in als auch Arbeitnehmer*in.

49. Essen spenden

Alle die, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind oder ein Restaurant oder Café betreiben, erleben täglich, dass meist nicht alle Lebensmittel verkauft werden können. Vor allem nicht leicht verderbliche. Dies gilt auch bei Events mit Catering. Mittlerweile gibt es zahlreiche Möglichkeiten das übrige Essen nutzbringend weiterzugeben, so z.B. via Foodsharing, Too Good To Go und andere.

50. Regionale Lieferanten bevorzugen

Nachhaltigkeit hat auch meist mit der Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe zu tun und damit mit der Frage, wen man als Unternehmen als Lieferant oder Dienstleister wählt. Oft reicht es für den Anfang sich den Vorsatz zu nehmen einen Lieferanten in maximal 100km Entfernung zu wählen und schnell kommt man bei der Suche auf ganz neue Partner.

51. Nachhaltige und ergonomische Arbeitsplätze

Nachhaltige Möbel, die aus natürlichen Materialien und bestenfalls regional gefertigt sind, sind frei von Toxinen und gesundheitsschädlichen Chemikalien und somit gut für die Gesundheit der Mitarbeitenden und der Umwelt. Ein ergonomisches Design beugt zudem Gesundheitsproblemen am Arbeitsplatz vor. So sorgt man mit adäquaten Einstellungen am Computer, Schreibtisch, Bürostuhl (u.a. Abstand und Neigung des Bildschirms, Höhe des Schreibtischs, Stuhls und der Armlehne) sowie guten Luft- und Lichtverhältnissen (Raumtemperatur, Lichteinfall, Luftfeuchtigkeit) für eine bessere Mitarbeitergesundheit.

52. Psychische Gesundheit und Sportangebote für Mitarbeitende

Zu betrieblicher Nachhaltigkeit gehört auch die Gesundheit der Mitarbeitenden und körperliche Auslastung ist ein wichtiger Eckpfeiler. Unternehmen können Sportangebote für die Mitarbeitenden jährlich und je bis zu 500€ steuerfrei bezuschussen. Freizeitausgleiche, Überstundenkontos und Co. sind nur der Anfang für eine angemessene Work Life Balance.

53. Kostenlose Energieberatung

Für die ersten Schritte hin zu mehr Umweltschutz lohnt sich eine Energieeffizienzberatung. Bundesweit wird diese von der BAFA zu bis zu 80% der Kosten gefördert und einige Kommunen wie Offenbach bieten ihren Unternehmen sogar kostenlose Beratungen an.

54. Umweltfreundliche Versand-Transportboxen

Statt übliche Einweg-Kartons für den Versand zu nutzen, steigen immer mehr Unternehmen auf Versandboxen um. Eines der besten Beispiele ist der grüne Versandhändler memo. Die Einführung im eigenen Unternehmen kann Aufwand bedeuten, aber gerade bei größerem Versandaufkommen lohnenswert sein.

55. Altgeräte spenden

Wenn Technik für den Unternehmensgebrauch zu alt wird, ist sie für den Privatgebrauch oft noch mehr als ausreichend. Eine echte Alternative ist es Altgeräte zu spenden und damit bedürftigen Menschen oder Vereinen noch eine große Hilfe zu sein. Die Berliner Stadtreinigung z.B. hat hierfür eine eigene Unterseite.

56. Fahrgemeinschaften bilden einfach gemacht

Warum nicht dafür sorgen, dass die Mitarbeitenden Mitfahrende werden? Mittlerweile gibt es Apps, die sich explizit an Unternehmen richten, um den Mitarbeitenden die Bildung von Fahrgemeinschaften zu erleichtern. Versichert ist man auf diesen Fahrten übrigens auch arbeitsseitig, solange der Absicht bzw. der Zweck gegeben ist, auf Arbeit zu fahren.

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