EmpCo-Richtlinie mit KI erfüllen: Wie Unternehmen ihre Green Claims dauerhaft konform halten

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Ab dem 27. September 2026 sind die nationalen Regelungen zur Umsetzung der EmpCo-Richtlinie in der gesamten EU anzuwenden – und mit ihnen strengere Regeln für Umweltaussagen, die Unternehmen gegenüber Verbraucher:innen treffen. Wer hunderte Werbeaussagen über Website, Broschüren und Social Media verteilt hat, steht vor einer Aufgabe, die sich manuell kaum bewältigen lässt. Dieser Beitrag zeigt, warum EmpCo-Konformität ein Dauerprozess statt eines Einmal-Projekts ist – und wie die Kombination aus spezialisierter KI und Beratung diese Last realistisch tragbar macht. 

Für die meisten mittelständischen Unternehmen ist EmpCo kein Randthema, sondern eine Aufgabe, die quer durch Marketing, Kommunikation und Sustainability läuft. Ab dem Stichtag muss jede werbliche Umweltaussage belegbar, konkret und nicht irreführend sein.

Die eigentliche Schwierigkeit liegt in zwei getrennten Aufgaben: Zum einen muss der gesamte Bestand an bereits veröffentlichten Aussagen einmal erfasst und bereinigt werden. Zum anderen – und das ist der Teil, der im Alltag zählt – muss jede neue Aussage konform sein, bevor sie herausgeht, ohne dass die Kommunikation dadurch ausgebremst wird.

Im Folgenden gehen wir zunächst dem eigentlichen Problem nach – der schieren Menge an Aussagen, die überhaupt erst gefunden werden müssen. Danach unterscheiden wir den einmaligen Check vom laufenden Dauerprozess, zeigen, wie sich die Wissensfalle rund um EmpCo-Expertise vermeiden lässt und wo KI konkret ansetzt. Zum Schluss folgen die wichtigsten Eckdaten der Richtlinie im Überblick.

Contents

  • Das eigentliche Problem: Sie wissen nicht, wie viele Claims Sie überhaupt haben
  • Der Einmal-Check ist der Start – der Dauerprozess ist das Neue
  • Die Wissensfalle: Nicht jede Person kann EmpCo-Profi werden
  • Eine Single Source of Truth für geprüfte Claims
  • Wo KI konkret ansetzt
  • KI ersetzt keine Beratung – sie macht sie effizient
  • Das Wichtigste zur EmpCo-Richtlinie im Überblick
  • Conclusion

Ihre Green Claims sind überall – aber sind sie auch geprüft?

Der erste Reflex bei EmpCo lautet: „Wir schauen unsere Werbeaussagen durch und formulieren die kritischen um.“

In der Praxis scheitert genau das an der schieren Menge.

Umweltbezogene Aussagen stecken nicht nur auf der Startseite, sondern verteilt über:

  • hunderte Unterseiten einer gewachsenen Website,
  • PDF-Broschüren, Datenblätter und Produktkataloge,
  • Social-Media-Posts und geschaltete Anzeigen,
  • Blogbeiträge, Landingpages und Kampagnenseiten,
  • Verpackungstexte und Produktbeschreibungen.

Bei einem mittelständischen Unternehmen kommen so schnell über 100 prüfrelevante Aussagen zusammen – verteilt über Kanäle, die niemand vollständig im Kopf hat.

Bevor überhaupt bewertet werden kann, ob eine Aussage konform ist, muss sie erst einmal gefunden werden. Genau dieser Inventarschritt ist der Teil, der bei manueller Bearbeitung Wochen frisst und trotzdem lückenhaft bleibt.

Und die Menge ist nicht das einzige Problem. In ihrem FAQ-Dokument zur EmpCo-Richtlinie hat die EU-Kommission klargestellt, wie weit der Begriff der Umweltaussage reicht: Auch Marken- und Produktnamen fallen darunter, sofern sie implizit oder explizit eine Botschaft über die Umwelt vermitteln – ein Produktname mit „Eco“, „Green“ oder „Climate neutral“ also durchaus.

Auch bildliche Elemente wie grüne Farbwelten, Blätter oder Wassertropfen können im Zusammenspiel mit Text oder anderen Elementen eine Umweltbotschaft vermitteln. Wer nur nach den Wörtern „nachhaltig“ und „klimaneutral“ sucht, übersieht damit einen erheblichen Teil des Risikos.

hr erster Schritt: Möchten Sie zunächst wissen, welche Green Claims auf Ihrer Website auffallen?

KI-gestützte Prüfung von Green Claims mit Ampel-Risikobewertung nach EmpCo

    Datenschutzhinweis: Für die Analyse nutzen wir KI. Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in der Privacy policy.

    Einmal prüfen reicht nicht: Nachhaltigkeitskommunikation braucht eine dauerhafte Struktur und Prozess

    Hier lohnt sich eine klare Unterscheidung, weil sie oft durcheinandergeht.

    Der einmalige Check ist das Aufräumen des Bestands: Sie erfassen und bereinigen alles, was bereits veröffentlicht ist, und werden damit zum Stichtag konform. Das ist der notwendige Startpunkt.

    Der Dauerprozess ist etwas anderes – und für den Unternehmensalltag der eigentlich spannende Teil. Es geht nicht darum, bereits geprüfte Kommunikation immer wieder neu zu durchleuchten. Es geht darum, dass jede neue Aussage konform ist, bevor sie herausgeht: jeder neue Post, jede neue Kampagne, jede neue Landingpage, jedes neue Datenblatt.

    Wer nach dem Aufräumen nichts Neues veröffentlicht, für den reicht der Einmal-Check. Aber kein Unternehmen kommuniziert nicht weiter.

    Genau deshalb ist die entscheidende Frage:

    Wie kommunizieren Sie im Tagesgeschäft effektiv weiter – und bleiben dabei konform, ohne dass jede Aussage zum Rechtsfall wird?

    Damit das funktioniert, braucht es zwei Dinge, die im Tagesgeschäft selten sauber existieren:

    1. Governance-Strukturen zwischen Nachhaltigkeits- und Kommunikationsabteilung – klare Zuständigkeiten dafür, wer neue Aussagen vor Veröffentlichung prüft.
    2. Werkzeuge in der Hand der Mitarbeitenden, mit denen sie eine Aussage schnell einordnen können, ohne selbst zu EmpCo-Expert:innen werden zu müssen.

    Die Wissensfalle: EmpCo-Wissen im Prozess verankern statt bei einzelnen Personen

    Hier stehen die meisten Unternehmen vor einem Dilemma.

    Es ist unrealistisch, jede Person in Marketing und Kommunikation zur EmpCo-Fachkraft auszubilden – der Aufwand steht in keinem Verhältnis. Die Alternative, eine geschulte Kontrollinstanz einzurichten, durch die jede Aussage laufen muss, ist teuer, wird zum Flaschenhals und bindet das gesamte Wissen an eine einzige Person. Verlässt diese Person das Unternehmen, geht das Wissen mit.

    Der Ausweg: Man übergibt die wiederkehrende Prüfarbeit an ein System, das das Regelwissen konserviert und an die konkreten Abläufe des Unternehmens angepasst werden kann – eine spezialisierte KI oder einen strukturierten Leitfaden.

    Das Wissen bleibt dann im Prozess verankert, nicht in einem Kopf.

    Ein zentrales Claim-Inventar spart Prüfaufwand und schafft Klarheit

    Ein zweiter struktureller Baustein wird oft übersehen:

    Damit Aussagen effektiv wiederverwendet werden können, braucht es an einer Stelle im Unternehmen eine zentrale Datenbank geprüfter Claims samt Belegen – konsequent aktuell gehalten.

    Der Nutzen ist doppelt.

    Erstens muss ein einmal geprüfter und belegter Claim nicht bei jeder Wiederverwendung neu bewertet werden.

    Zweitens – und das ist der eigentliche Hebel – lassen sich viele ähnliche Formulierungen auf wenige belastbare Belege zurückführen. Wer erkennt, dass fünfzehn leicht unterschiedliche Aussagen im Kern dieselbe Behauptung transportieren, kann sie zu einer sauber belegten Kernaussage zusammenführen, statt fünfzehn Einzelnachweise zu führen.

    Das reduziert den Belegaufwand drastisch und macht Umformulierungen konsistent.

    Wie KI Green Claims vollständig findet, bewertet und priorisiert

    Genau an diesen Bruchstellen setzt ein KI-gestützter Ansatz an.

    Sinnvoll eingesetzt, übernimmt eine spezialisierte KI die Arbeit, die für Menschen zu umfangreich, zu repetitiv oder zu kleinteilig ist:

    • Vollständiges Auffinden aller Umweltaussagen über sämtliche einbezogenen Kanäle hinweg – Web, PDF und Social Media – statt stichprobenartiger Durchsicht.
    • Automatische Zuordnung jeder gefundenen Aussage zum relevanten EmpCo-Tatbestand, inklusive einer Risikomatrix mit Rot, Gelb und Grün, die auf einen Blick zeigt, wo dringender Handlungsbedarf besteht.
    • Konkrete Handlungsempfehlungen und Alternativformulierungen – nicht nur die Diagnose „problematisch“, sondern ein umsetzbarer nächster Schritt.
    • Gruppierung ähnlicher Claims, sodass verwandte Formulierungen gebündelt und mit wenigen Belegen gestützt werden können – die Grundlage für die oben beschriebene Single Source of Truth.

    Eine solche Auswertung macht nicht nur Risiken sichtbar, sondern übersetzt sie in konkrete Entscheidungen:

    Beispielhafte Aussage oder DarstellungMöglicher PrüfpunktMögliche RisikoeinordnungMöglicher nächster Schritt
    „Unser Produkt ist umweltfreundlich“Pauschale Umweltaussage ohne erkennbare KonkretisierungErhöhtes RisikoAussage konkretisieren und belastbaren Nachweis zuordnen
    „Unser Produkt ist klimaneutral“Grundlage der Klimaneutralitätsaussage, insbesondere mögliche KompensationErhöhtes RisikoBerechnungsgrundlage, Systemgrenzen und Art der Emissionsminderung prüfen
    Produkt- oder Markenname mit „Eco“ oder „Green“Implizite Umweltbotschaft im GesamtkontextKontextabhängigName und begleitende Kommunikation gemeinsam bewerten
    Selbst erstelltes NachhaltigkeitssiegelGrundlage und unabhängige ZertifizierungErhöhtes RisikoZertifizierungssystem prüfen oder Darstellung anpassen

    Die jeweilige Einordnung hängt immer vom konkreten Claim, seinem Kontext und den vorhandenen Nachweisen ab. Die Tabelle zeigt deshalb keine abschließende juristische Bewertung, sondern die Logik einer strukturierten Risikoprüfung.

    Der entscheidende Punkt für die Geschäftsführung:

    Eine solche KI macht einen umfangreichen Check überhaupt erst durchführbar, weil sie das leistet, was manuell schlicht nicht in vertretbarer Zeit machbar ist.

    Sie liefert die vollständige Landkarte, auf der sich anschließend gezielt arbeiten lässt.

    KI ersetzt keine Beratung – sie macht sie effizient

    Wichtig ist eine ehrliche Einordnung, gerade weil hier Werbung und Recht zusammentreffen:

    Die KI-Bewertung ist kein juristisches Endergebnis. Sie ist die schnelle, vollständige Vorarbeit – eine Triage, die zeigt, wo die Risiken liegen und wie sie strukturiert sind.

    Der sinnvolle Ablauf sieht deshalb zweistufig aus.

    Zuerst schafft die KI in kurzer Zeit den vollständigen Überblick über den gesamten einbezogenen Claim-Bestand und ordnet ihn nach Risiko. Dann gehen die kritischen Fälle in die Detailumsetzung mit einer Beratung, die die Ergebnisse prüft, fachlich einordnet und die langfristige Governance mitentwickelt.

    So verbindet sich die Effizienz der Maschine mit der Verantwortung und dem Urteilsvermögen fachkundiger Menschen – und das Wissen bleibt als Prozess im Unternehmen, statt an einer einzelnen Person zu hängen.

    Fazit: Green Claims vollständig prüfen und dauerhaft konform halten is the Key

    EmpCo ist keine Aufgabe, die sich mit einem Nachmittag Durchsicht erledigen lässt.

    Sie verlangt, den gesamten Bestand an Umweltaussagen erst einmal vollständig zu erfassen, ihn kontinuierlich konform zu halten und das dafür nötige Wissen im Prozess statt in einer Person zu verankern.

    Der wirtschaftlich tragfähige Weg dorthin führt über eine Arbeitsteilung: eine spezialisierte KI, die den umfangreichen Check überhaupt erst leistbar macht und nach Risiko strukturiert – und eine Beratung, die auf dieser Grundlage die Detailumsetzung und die langfristige Governance verantwortet.

    Genau nach diesem Prinzip funktioniert unser gemeinsames Angebot: ein KI-gestützter EmpCo-Check, entwickelt anhand der Original-EU-Richtlinie, mit vollständigem Crawling der einbezogenen Kanäle, automatischer Risikobewertung und einer integrierten Beratungsstufe, die die Ergebnisse prüft und die Umsetzung überführt.

    Welcher nächste Schritt passt zu Ihnen?

    Möchten Sie zunächst eine erste Einschätzung Ihrer Website, starten Sie mit dem kostenlosen Quick-Check. Benötigen Sie einen vollständigen Überblick über Ihren Claim-Bestand, eine detaillierte Risikobewertung und konkrete Handlungsempfehlungen, ist die umfassende Green-Claims-Analyse der passende nächste Schritt.

    KI-gestützte Prüfung von Green Claims mit Ampel-Risikobewertung nach EmpCo

      Datenschutzhinweis: Für die Analyse nutzen wir KI. Informationen zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie in der Privacy policy.

      Das Wichtigste zur EmpCo-Richtlinie im Überblick

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