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Social Entrepreneurship Sachsen – das Event im Videorückblick

Am 22. Juni 2021 fand die Veranstaltung „Social Entrepreneurship in Sachsen“ als Online-Schalte statt. Eingeladen hatte das Impact Hub in Dresden und zu Gast waren:

Moderiert wurde die wunderbare Runde von Lorenz Weil aus dem Impact Hub Dresden.

Die Veranstaltung zu Social Entrepreneurship in Sachsen ist nun als Mitschnitt veröffentlicht:

plant values: Social Entrepreneurship in Sachsen fördern

Als plant values sehen wir viel Potential im Social Entrepreneurship Ansatz, gerade als mögliches Instrument für gesellschaftliche Herausforderungen. Wandel zum nachhaltigen Wirtschaften, Digitalisierung, Auflösung von Bildungsungerechtigkeiten, Veränderung der Demografie hin zu alternden Gesellschaft oder der bereits laufende Strukturwandel in den Kohlerevieren sind nur einige der zu nennenden Felder, wo man gerade in Sachsen mittels Social Entrepreneurship aktiv werden kann. Es bietet sich an, mit unternehmerischen Mitteln Lösungen mit gesellschaftlicher Wirkung zu entwickeln. Dazu braucht es Vorbilder, Förderungen und ein Ökosystem für Social Business. So können soziale Innovationen und Geschäftsmodelle mit gemeinwohlorientierter Wirkung befördert werden.

Mit der Entfaltung von Social Entrepreneurship in Sachsen entsteht einerseits ein Beitrag zum Gemeinwohl, was andererseits öffentliche Kassen und Träger entlastet. Zudem werden oftmals sinnstiftende und integrative Arbeitsplätze geschaffen. Die Potentiale für Gesellschaft und Wirtschaft sind enorm, wie eine Studie von McKinsey und Ashoka zeigt.

Daher möchten wir als plant values den Ansatz, die Geschäftskonzepte und Gründungsideen von Social Entrepreneurship weiterhin fördern und weiterentwickeln. Neben Engagement für Social Entrepreneurship bieten wir darüber hinaus konkrete Beratung für Social Startups oder etablierte Unternehmen bzgl. Social Business an.

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Wir als plant values möchten uns für das tolle Event bedanken. Wir wünschen uns, dass wir weiterhin gemeinsam mit den verschiedenen Akteur*innen daran arbeiten, das Sachsen zu einem Hotspot für Social Entrepreneurship wird!

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Social Business in Sachsen: Umfrageergebnisse zeigen Handlungsbedarf

Die Entwicklung von Social Business in Sachsen wird immer interessanter, birgt es doch gewaltige Potentiale für Gesellschaft und Wirtschaft. Um die Situation in Sachsen zu untersuchen, wurde die bisher größte Umfrage dazu vom Impact Hub, plant values und dem SEND e.V. jetzt veröffentlicht.

Inhalt auf dieser Seite

Die wichtigsten Erkenntnisse über Social Entrepreneurship in Sachsen:

  • 106 jungen Teilnehmende (45 % im Alter von 25 – 34 Jahren, 15 % im Alter von 18-25 Jahren) zeigen sich zu drei Viertel (76 % ) offen gegenüber der Social Business Idee.
  • 77 % wollen einen „Beitrag für eine bessere Welt leisten“, so die Abfrage für den Haupttreiber für ein Gründungsvorhaben.
  • Suche nach Sinnstiftung: Knapp 18 % der Befragten geben an, keine*n Arbeitgeber*in zu finden, mit dessen Werten sie sich identifizieren.
  • Der überwiegende Teil der Befragten schätzt die Qualität der Unterstützungsangebote für Social Entrepreneurship in Sachsen eher negativ ein. 45,3 % antwortet mit „wird überhaupt“ bzw. „wird eher nicht unterstützt“.
Social Business in Sachsen: Umfrageergebnisse veröffentlicht: Hier kannst du die Ergebnisse DOWNLOADEN!

2020: Umfrage zu Social Business in Sachsen gestartet

Wir haben uns gefragt, wo Social Entrepreneurship in Sachsen steht? Ist das Prinzip bekannt? Welche Unterstützungsbedarfe für Social Business in Sachsen gibt es konkret?

Daher haben wir, der SEND e.V., Impact Hub Dresden und plant values, 2020 eine Umfrage genau zu dem Thema gestartet. Das Ziel war es, einen Ist-Stand von Social Business in Sachsen zu erfassen. In der Folge soll das eine Grundlage zur Weiterentwicklung der Branche in Sachsen liefern. Wir geben aktuelle Einschätzungen wieder und zeigen Bedarfe auf.

Die ausgewerteten Ergebnisse präsentieren wir nun hier: Hier kannst du die Ergebnisse DOWNLOADEN!

Handlungsbedarfe und Entwicklungschancen für Social Entrepreneurship in Sachsen

Wir stellen fest, bisher gibt es kein ausgeprägtes Umfeld für Social Entrepreneurship in Sachsen. Hier besteht noch viel Entwicklungsraum. Es kann z.B. mit Förderprogramme, die auf Social Startups oder Sozialen Innovationen ausgelegt sind, eine Hilfe für Gründer*innen und Social Entrepreneurs geschaffen werden. Ebenso braucht es für eine Fortentwicklung sichtbare und gut erreichbare Unterstützungsnetzwerke. Diese sollen Social Entrepreneurs für Informationsgewinnung, Beratung und Erfahrungsaustausch offenstehen. Dazu schreiben wir auf Seite 15 & 16.
Da Sachsen durch Megatrends wie Digitalisierung, Alterung der Bevölkerung, Migration und der Herausforderung der Nachhaltigen Entwicklung im Allgemeinen sowie den Strukturwandel im Besonderen betroffen ist, kann Social Entrepreneurship in Sachsen als ein mögliches Instrument verstanden werden. Damit kann auf gesellschaftliche Probleme reagiert werden. Mit unternehmerischen Mitteln sind folglich neue Lösungen (Soziale Innovationen) zu generieren. Die Potentiale für Gesellschaft und Wirtschaft sind enorm, wie eine Studie von McKinsey und Ashoka zeigt. Dazu schreiben wir in der Auswertung auf Seite 17 & 18.

Was ist ein Social Business?

Das sind Unternehmen, welche als Hauptziel das Lösen von sozialen oder ökologischen Herausforderungen verfolgen. Auf der einen Seite werden nachgefragte Jobs geschaffen. Dies ist angesichts des Fachkräftemangels auf dem Markt hochinteressant, denn nachhaltige Unternehmen haben es leichter, Bewerber*innen zu rekrutieren und Mitarbeitende zu halten, wie Studien von Königsteiner und Accenture zeigen. Auf der anderen Seite wird an der Lösung gesellschaftlicher Probleme (Langzeitarbeitslosigkeit, Chancenungleichheit, Hunger, Umweltverschmutzung etc.) gearbeitet.

Daher wirkt ein Social Business gleich mehrfach. Gesellschaftlicher Mehrwert und damit die Senkung sozialer Kosten gehen einher mit wirtschaftlicher Wertschöpfung.

Mini-Exkurs: Den Unterschied zwischen Social Business und Social Entrepreneurship erklärt und

Mit dem Begriff „Social Business“ werden Unternehmen bezeichnet, die mit unternehmerischen Mitteln gesellschaftliche Probleme lösen wollen. Orientierung dafür sind die 17 SDGs. Im Unterschied zu klassischen Unternehmen steht dabei nicht der finanzielle Erfolg an erster Stelle, sondern die positive Wirkung auf Mit- und Umwelt. Ein „Social Entrepreneur“ ist entsprechend ein*e Unternehmer*in, welche*r im Sinne des Social Business Ansatzes agiert. „Social Entrepreneurship“ beschriebt demnach zufolge das gemeinwohlorientierte Unternehmertum. Die Worte Social Business und Social Entrepreneurship sind daher fast synonym nutzbar.

„Social“ übersetzt heißt in diesem Zusammenhang sinngemäß „gemeinwohlorientiert“ und bezieht sich daher in dem Kontext auf die Gesellschaft.

Damit orientieren wir uns am Verständnis und der Definition vom SEND e.V. Mehr dazu findet man beim SEND e.V. online.

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Beispiele für Social Business

Deutschlandweit bekannte Beispiele sind:

  • Heyho soziale Müslirösterei: Menschen, die auf Grund derer Biografien sonst ohne echte Jobchance sind, können in der Bio-Müsli-Herstellung Arbeit und damit einen Weg zurück in die gesellschaftliche Teilhabe finden.
  • Ecosia: Die Web-Suchmaschine, die Bäume pflanzt und damit das Klima schützt.
  • Discovering hands: Menschen mit Sehbehinderung nutzen ihre Tastbegabung für die Früherkennung von Brustkrebs. Dadurch ergeben sich neue Jobmöglichkeiten und durch bessere Vorsorge sinkt das Gesundheitsrisiko.
  • Sirplus und Zur Tonne: Beide Initiativen haben der Lebensmittelverschwendung den Kampf angesagt. Sirplus bestückt daher Supermärkte mit abgelaufenen Lebensmittel. Zur Tonne hingegen lädt zu Kochkursen, Workshops und Catering mit geretteten Lebensmittel ein, um dazu über das Problem zu informieren und Tricks zu zeigen, wie man gegen Lebensmittelverschwendung vorgehen kann.
  • StartNext: Mittels Crowdfunding bekommen Projekte und Startups mit gesellschaftlich positiver Wirkung Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten.
  • Payactive: Ein Zahlungsdienstleister mit social payback. D.h. der erzielte Gewinn aus dem Angebot wird nicht ausgeschüttet, sondern fließt anschließend in soziale und ökologische Projekte.

Start Next, Payactive und zur Tonne sind drei Beispiele für Social Business aus Sachsen. Bisheriger Hotspot für Social Entrepreneurship ist aber eindeutig Berlin. Darüber haben wir bereits im Februar 2020 geschrieben, als die Ergebnisse des Deutschen Social Entrepreneurship Monitor 2019 (DSEM19) veröffentlicht wurden. Folglich haben wir uns gefragt, wie die Situation in Sachsen ist.

Mehr erfahren und weiterlesen:

Zu Social Entrepreneurship in Sachsen:

Sowie allgemein zu Social Business:

Zu den Partner*innen hinter der Umfrage:

SEND e.V. – Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland

– Um Sozialunternehmer*innen (Social Entrepreneurs) zu stärken und soziale Innovationen mit dem erforderlichen Nachdruck voranzutreiben, hat sich das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland e.V. gegründet. Inzwischen gibt es zahlreiche Regionalgruppen, u. a. in Sachsen.
Hier der Link für die Newsletter-Anmeldung.

Impact Hub Dresden

– Das Impact Hub Dresden ist Teil eines weltweiten Netzwerks zur Förderung sozialer Innovationen. Nach dem Leitgedanken “Think global, act local” unterstützten die lokalen Impact Hubs in Dresden und Leipzig Gründer*innen in Sachsen, die mit Ihrer Idee einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen leisten. Gemeinsam schaffen sie hier Prototypen für neue Wege des verantwortungsvollen Wirtschaftens, indem Wissen und Know How geteilt und Ideen gemeinsam weiterentwickelt werden.

plant values | Beratung und Coaching für Nachhaltigkeit

– plant values will Nachhaltigkeit in die Wirtschaft bringen. Dazu unterstützt das Team etablierte Unternehmen, Nachhaltige Startups und Social Business Ansätze mittels Beratung, Begleitung und schulenden Workshops. Damit formen und fördern wir nachhaltige Unternehmen und leisten folglich einen Beitrag zur Nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft und Wirtschaft.



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Global Goals Jam 2020: Unternehmen aus Sachsen stellen sich den Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung

Rückblick: Vom 18.-20. September fand weltweit in rund 100 Städten der „Global Goals Jam“ statt, so auch im Impact Hub Dresden. Die United Nations („UN“, Vereinte Nationen) initiierte das Wochenend-Format global.

17 Ziele für die nachhaltige Entwicklung – die SDG als Basis des Global Goals Jam

Gesellschaftliche Akteure und Unternehmen stehen zunehmend unter Druck oder möchten von sich heraus eine nachhaltige Entwicklung einschlagen. Dabei werden beispielsweise Ziele wie Klimaneutralität und Umweltschutz verfolgt, aber auch soziale Verantwortung im Betrieb und der Lieferkette übernommen. Rahmen dafür bieten die 17 Sustainable Development Goals („SDG“, Ziele der Nachhaltigen Entwicklung), ausgegeben von den Vereinten Nationen, welche jederzeit Orientierung liefern.  

Die 17 SDGs sind Ziele zur nachhaltigen Entwicklung bis 2030, entwickelt und ausgegeben von den Vereinten Nationen. Sie dienen als Rahmen für die weitere Entwicklung von Startups, bestehende Unternehmen und Organisationen, Regierungen und auch Privatpersonen.   

Verschiedene Organisationen stellen sich unterschiedlichen Herausforderungen der Nachhaltigkeit

Das Wochenende ist ein Angebot, um sich intensiv innerhalb von 48 Stunden mit konkreten Fragestellungen aus der Unternehmenspraxis auseinander zu setzen. Zur Lösungsfindung werden Methodiken des Design Thinking angewendet. 

Zu Gast waren sechs Organisationen aus Sachsen, welche sich jeweils unterschiedlichen Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung gestellt haben. Zur ganzheitlichen Nachhaltigkeit zählen sowohl Aspekte der Umwelt, der Wirtschaftlichkeit, aber auch soziale Belange. Daher bezogen sich die eingebrachten Fragen u.a. auf Bildungsaspekte, Integration, auf die Arbeitswelten von morgen oder die eigene Nachhaltigkeit bzw. jene der Zuliefernden.

Nachhaltigkeitsberater Steve Grundig von plant values, welcher zusammen mit Design Thinking Coach Yvonne Horn von Qilmo das Wochenende methodisch begleitete, kommentiert das Engagement wie folgt:

„Es ist wichtig, dass sich nach und nach alle in der Gesellschaft mit Nachhaltigkeit ernsthaft auseinander setzen. Nur so schaffen wir eine Gesellschaft und Wirtschaft, die zukunftsfähig ist. Umso lobenswerter, dass hier Unternehmen die Chance ergreifen, einen fundierten Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu erarbeiten!“

– Nachhaltigkeitscoach Steve Grundig, plant values

Mit von der Partie beim Global Goals Jam waren folgende Organisationen und Unternehmen aus Sachsen, welche wir hier mit deren jeweiligen Challenges in der Galerie vorstellen:

Nachdem die Challenges vorgestellt waren, bildeten sich interdisziplinäre Teams am Freitag. Nach der Problemanalyse am Samstag wurde in den Lösungsraum gewechselt. Ab Samstagnachmittag wurden die vielversprechendsten Ideen in der Folge zu einem Konzept mit Prototypen weiterentwickelt. Zum Sonntagmittag standen final die Präsentationen der Lösungen an.

Teams erdenken im Global Goals Jam zusammen Lösungen und konstruieren anschauliche Prototypen

Die Erarbeitung passiert mit Spaß und im interdisziplinären Rahmen. Neben Unternehmen sind nämlich zahlreiche Gäste mit verschiedenen Hintergrund, die Interesse an Nachhaltigkeit und Design Thinking haben, eingeladen. Diese gemeinsam bildeten Teams um die Herausforderung der Unternehmen zusammen zu lösen. In Gruppengrößen von 4 bis 7 Leute wird an finalen Lösungskonzepten geschraubt. Final wurden jene mittels Rollenspielen, Prototypen oder selbst gebauten Legomodell anschaulich und kurzweilig präsentiert. 

„Einerseits bedeutet das viel Spaß, das Kennenlernen neuer Leute und andererseits kommen bei der Lösungsentwicklung verschiedene Sichtweisen und Fachwissen zum Tragen. Design Thinking mit Nachhaltigkeit zusammen zu bringen ist eine echt fruchtbare Verbindung“

-Design Thinking Trainerin Yvonne Horn, qilmo

Damit sich die Teilnehmenden und Unternehmensvertreter*innen im Verlauf des Wochenendes nicht im Dschungel der Nachhaltigkeit verlieren, wurden diese dauerhaft von geschulten Mentor*innen betreut. 

Reaktion einer Jam-Teilnehmerin auf LinkedIn. Im Foto zu sehen sind verschiedene Hüte, die sich die Teilnehmer*innen zur Weiterentwicklung der Idee aufgesetzt haben. Damit fließen verschiedene Sichtweisen in die Protoytyp-Entwicklung ein. Ein Klassiker des Design Thinkings.
Mehr Bilder und Impressionen gibt´s u. a. auf LinkedIn.

Finale Konzepte für Unternehmen als Beitrag zu den SDGs

Am Sonntagmittag des Global Goals Jam, am Ende der Sustainable Design Thinking Phasen,  präsentierten die Teams die Ergebnisse. Entwickelt wurden u.a. … 

  • Eine KI-basierte Bewertungsmatrix, sodass von CB Applications Lieferketten im Sinne der Nachhaltigkeit fundiert bewertet und im Anschluss optimiert werden können
  • Ein umfangreiches Schulungskonzept, um Nachhaltigkeit bei der Entwicklung künftiger Arbeitswelten von der T-Systems Multimedia Solutions mit zu bedenken
  • Aus der Challenge vom Progress Finanzplaner wurde die Initiierung einer abwechslungsreichen und praxisnahen Eventreihe. Ziel der Reihe ist der regelmäßige Austausch über Best Practices zum nachhaltigen Wirtschaften. 

Alle erarbeiteten Lösungen liefern folglich Beiträge zu den verschiedenen SDGs. Die Unternehmensvertreter*innen sagten im Anschluss an die Präsentation, dass viele Konzepte direkt in die Betriebe übernommen und dort Anwendung finden werden. Sie zeigten sich daher zufrieden mit der Ausarbeitungen und dem guten Teamwork.

„Das Wochenende hat bei den Unternehmen die Augen geöffnet, wie man Probleme interdisziplinär, nutzerzentriert und auf neuen Wegen methodisch lösen kann!“

– Nico Bernstein, Vorstand des Open Service Design Academy e.V.

Großes Danke an die Helfer*innen für Einsatz

Die Anstrengung haben sich schlussendlich gelohnt. Die Ergebnisse des Global Goals Jam begeisterten schließlich die Teilnehmer*innen, Sponsor*innen, die beteiligten Unternehmen mit ihren Challenges und die Organisator*innen. 
Organisiert wurde das Nachhaltigkeits-Wochenende vom Open Service Design Academy e.V. mit Unterstützung der Beratung für Nachhaltigkeit plant values aus Dresden und dem Impact Hub, Anbieter von Eventfläche und CoWorking-Plätzen.

„Ohne die fleißigen Helfer*innen und ehrenamtliche Unterstützung von vielen Seiten würde das Event nicht stattfinden können. Daher ein großes Dankeschön für die tolle Zusammenarbeit!“


Ebenso Danke an die Sponsor*innen der Open Service Design Academy und die Unternehmen mit ihren Challenges für die Unterstützung.


Weiterlesen und mehr Informationen (Verlinkungen sind hinterlegt):


Verfasst wurde der Beitrag gemeinschaftlich von Nico Bernstein (Vorstand OSDA e.V.), Yvonne Horn (qilmo) und Steve Grundig (plant values) .

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Einladung zum Global Goals Jam 2020!


UPDATE Sept. 2020: Rückblick auf unseren Jam in Dresden:

https://plant-values.de/globalgoalsjam-dresden-unternehmen-aus-sachsen-stellen-sich-herausforderungen-der-nachhaltigen-entwicklung/6313/


Wir holen als Mitorganisator und Partner die United Nations nach Dresden und Berlin. Wie? Mit dem Global Goals Jam 2020!

Nachhaltigkeitsevent für Unternehmen, Expert*innen und Interessierte

Der Global Goals Jam ist ein Sustainable Design Thinking Event. Hier werden Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung für Unternehmen neu gedacht. 

Von Freitag bis Sonntag, den 18. bis 20. Sept. 2020, kommen verschiedene Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft zusammen, um Fokusthemen in Zusammenhang mit den Global Goals – den Sustainable Development Goals (SDG) – zu bearbeiten und Problemlösungen für Organisationen vor Ort zu finden. Dieses Jahr warten folgende spannende Themen auf uns:

Welche Themen stehen beim Global Goals Jam 2020 im Fokus?

Die gewählten Fokusthemen für 2020:

  • Nachhaltige Entwicklung
  • Gesundheitssystem
  • Bildung für alle
  • Natur & Klimawandel
Blick auf die SDG, welche im Jahr 2020 im Fokus der globalen Jams stehen.

Wir erarbeiten Lösungen für Organisationen und Unternehmen

Wir wollen gemeinsam Probleme bearbeiten und Lösungen finden! Grundlage sind dabei konkrete Herausforderungen (sog. „Challenges“) von KMU, Unternehmen, Konzernen und öffentlichen Organisationen der Region, welche sich im Zusammenhang mit den Nachhaltigkeits-Themen stellen.
Beispiele für formulierte Challenges:

  • Wie kann mein Unternehmen mit seinen Filialen und seiner Infrastruktur nachbarschaftliches Engagement unterstützen?
  • Wie kann ich meine Teammitglieder konkret zu nachhaltigerem Verhalten motivieren?
  • Wo und wodurch kann nachhaltiges Denken in meinem Schulungsprogramm für Organisationsangehörige verankert und vermittelt werden?
  • Wo kann ich meine bisherigen Nachhaltigkeits- und CSR-Aktivitäten skallieren, sodass möglichst viele Stakeholder profitieren? 

Die Herausforderung steht zu Beginn des Events. Aber wie nun weiter? Nun geht’s von der Theorie in die Praxis: Gemeinsam mit Expert*innen für Workshops und Nachhaltigkeit bearbeiten wir diese Herausforderungen in interdisziplinären Team. Mittels Sustainable Design Thinking entwickeln wir gemeinsam innovative, praxisnahe und passende Nachhaltigkeitslösungen.

Deine Teilnahme-Möglichkeiten zum Global Goals Jam 2020:

Für Unternehmen: Eine Challenge oder das Wochenende sponsern!

Für Interessierte und Nachhaltigkeitsexpert*in: Als Jam-Teilnehmende*r!

Ihr wollt als Unternehmen oder Organisation eine Challenge sponsern und somit Teil des globalen Nachhaltigkeit-Events werden? Oder ihr wollt das Event und uns als ehrenamtliches Orga-Team unterstützen? Dann kontaktiere uns einfach per Mail: info@plant-values.de

Ihr wollt als Teilnehmer*in dabei sein und euch den Nachhaltigkeits-Challenges stellen? Dann folge den Links zu den Events in Dresden und Berlin.

Wir freuen uns auf ein fantastisches Wochenende!

Im Namen der gesamten Jam-Orga Dresden und Berlin
Euer plant values Team. 

PS: Wie viel Spaß es macht, zeigt das Video von stories of change (powered by sukuma e. V.) vom Global Goals Jam Dresden 2018…

Oder die Impressionen vom Global Goals Jam Berlin 2019: 


plant values ist Mitorganisator der Jams. Wir arbeiten kooperativ mit verschiedenen Partner*innen zusammen, um die Global Goals Jam 2020 in Dresden und Berlin zusammen zu entwickeln, zu promoten und durchzuführen. Weitere Partner*innen und Mitorganisationen sind in den jeweiligen Events aufgeführt und verlinkt.

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Social Entrepreneurship Monitor 2019 veröffentlicht und kommentiert

SEND e.V. veröffentlicht Social Entrepreneurship Monitor für das Jahr 2019. Wir nehmen Social Business in Sachsen in den Blick.

Im Februar 2020 wurde der Deutsche Social Entrepreneur Monitor für 2019 (DSEM 2019) veröffentlich. Mit der Erhebung wurden Akteur*innen des Social Business befragt und um ihre Einschätzungen sowie Erfahrungen gebeten. Die Veröffentlichung ist ein wichtiger Beitrag zur Diskussion und ermöglicht erste Rückschlüsse auf Trends und Besonderheiten.

Die Ergebnisse haben sich Sophia Kiefl (Leiterin der SEND Regionalgruppe Sachsen und tätig im Impact Hub Dresden) und Steve Grundig (plant values) genauer angeschaut, eingeordnet und gemeinsam kommentiert. 

(c) SEND e.V. 2019


Mini-Exkurs: Was ist eigentlich Social Business?
Was ist heißt Social Entrepreneuship?

Mit dem Begriff „Social Business“ werden Unternehmen bezeichnet, welche als Unternehmensziel das Lösen von gesellschaftlichen (soziale und/oder ökologische) Herausforderungen verfolgen. Dabei wird explizit auf eine unternehmerische Denkweise gesetzt. Im Unterscheid zu „klassischen“ Unternehmen steht dabei nicht der finanzielle Erfolg an erster Stelle, sondern die positive Wirkung auf Mit- und Umwelt. Klassische Unternehmen versuchen typischerweise Schäden zu minimieren, Social Business hingegen versuchen deren gemeinwohlorientierte Wirkung zu erhöhen.

Ein „Social Entrepreneur“ ist entsprechend der/die Unternehmer*in, d.h. die Person die im Sinne des Social Business Ansatzes agiert.
„Social Entrepreneurship“ beschriebt demnach zufolge das gemeinwohlorientierte Unternehmertum. Social Business und Entrepreneurship sind daher fast synonym nutzbar.

Damit orientieren wir uns am Verständnis und der Definition vom SEND e.V. Mehr dazu könnte ihr beim SEND e.V. auf deren Seite oder im DSEM 2019 (S. 11-13) lesen.


Was lässt der DSEM 2019 offen?

Die Datengrundlage von 212 Antworten im Deutschen Social Entrepreneurship Monitor (DSEM) sind u.a. auf Grund der geringen Zahl an Antwortenden sowie deren geografische Verteilung nicht als repräsentativ zu betrachten. (DSEM 2019 S. 13, 16).

Die geografische Verteilung der Antworten zeigt, dass einige wenige Hotspots (allen voran Berlin) die Social Business Szene – oder zumindest diese Umfrage – dominieren. Immerhin 61 Antworten kamen aus Berlin (28,8 %). Aus Sachsen sind dagegen nur 9 Antworten eingegangen (4,2 %). Aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Thüringen, Bremen und dem Saarland fanden keine oder jeweils nur eine Antwort Eingang in die Auswertung (DSEM 2019 S. 16).

Das bedeutet, dass für regionale (länderspezifische) Ableitungen die Antworten wenig geeignet sind. So lassen sich beispielsweise politische Empfehlungen für die sächsische Staatsregierung oder Hinweise für regionale Akteure im Sinne des Social Entrepreneurships nicht fundiert begründen.

Umfrage zu Social Business in Sachsen 2020

An dieser Stelle sei darauf verwiesen, dass 2020 eine Umfrage zur Erhebung von Bekanntheitsgrad und Unterstützungsbedarfen für Social Entrepreneurship in Sachsen stattfand. Die Ergebnisse sollen den DSEM sinnvoll ergänzen und der Regionalgruppe Sachsen neue Impulse geben. Hier ergeben sich regionalspezifische Perspektiven. In der Folge sollen konkrete Handlungsmaßnahmen für das Social Business Ökosystem, die Akteur*innen und die Regierung im Freistaat abgeleitet werden.

Die Ergebnisse zur Social Entrepreneurship-Umfrage der Regionalgruppe Sachsen sind hier zu finden: LINK ZU DEN ERGEBNISSEN

Social Business in Sachsen

Bleiben wir kurz noch beim Fokus auf Sachsen. Als zentrale Orte für Gründerökosysteme werden im DSEM 2019 Leipzig und Dresden genannt (S. 71). Dem ergänzend sei gesagt, dass es natürlich auch darüber hinaus bereits Aktivitäten in anderen Städten sowie den ländlicheren Regionen gibt. Hier finden sich ebenso Beratung, Netzwerk, Bildungsangebote sowie Vorbilder. Gute Beispiele dafür sind Chemnitz oder Görlitz. Ferner ist es gerade auch das explizite Anliegen der sächsischen Regionalgruppe des SEND e.V. (Deutscher Dachverband für Social Entrepreneurship) den Fokus nicht nur auf die Großstädte des Freistaates zu lenken.

Wichtig ist, dass die Förderung von Social Entrepreneurship auch als wichtiges Werkzeug zur regionalen Entwicklung verstanden wird. Gerade im ländlichen Raum mit seinen Mittelzentren und Kleinstädten. Social Entrepreneurship wird gerade auch außerhalb der urbanen Zentren ein wichtiger Baustein bei der Transformation unserer Wirtschaft sein und neue Impulse setzen.“ – so die Meinung von Steve Grundig.

Um sich über die Regionalgruppe Sachsen zu informieren oder sich dort einzubringen, empfehlen wir den Newsletter der Regionalgruppe Sachsen. Einfach zu abonnieren hier: Link für Newsletter-Anmeldung

Einige Zahlen des DSEM stimmen besonders erfreulich. Hier lassen sich bereits Tendenzen ablesen, welche sich auch mit den persönlichen Beobachtungen der Beitragsautor*innen Sophia Kiefl und Steve Grundig decken.
Erfreulich ist, dass die Zahl der Gründungen von Social Startups in den letzten Jahren zugenommen hat. Dies zeigt, dass die Idee mehr und mehr Fuß fasst. Gründungswillige Menschen werden zunehmend inspiriert ein Geschäftsmodell im Sinne des Social Business zu entwickeln.

Mehr Diversität bei Social Business-Gründer*innen

Ebenso zeigt die hohe Anzahl an weiblichen Social Entrepreneurinnen, sie liegt bei rund 45 % (DSEM 2019 S. 76), dass hier „klassische“ Bilder des Unternehmertums aufgelöst werden. So sind bspw. bei konventionellen Gründungen Frauen klar in der Minderheit (laut Deutschem Startup Monitor von 2019 auf S.31 sind nur rund 15 % der Gründenden weiblich) oder im Schnitt seltener unternehmerisch aktiv (so erwähnt bspw. im BMWI-Dossier „Frauen in der Wirtschaft“).
Insgesamt sind die Gründer*innen diverser. In der Social Business Branche finden sich auch zunehmend mehr Menschen mit Migrationshintergrund oder in der Altersgruppe 50+, welche sonst auch eher Ausnahmen in der klassischen Gründungsszene bilden.

Es zeigt sich: Das gemeinwohlorientierte Motiv der unternehmerischen Tätigkeit spricht offensichtlich neue Bevölkerungsgruppen an, die sonst unternehmerisch eher passiv bleiben. Die Motivation sich mit einem Unternehmen zu probieren steigt, wenn nicht allein die Generierung finanzieller Mehrwerte im Vordergrund steht. Die Tendenz, dass mehr Frauen, ältere Menschen sowie Personen mit Migrationshintergrund sich unternehmerisch betätigen ist neben dem Verfolgen gesellschaftlich-ausgerichteter Unternehmensziele ein weiterer positiver Beitrag des Social Entrepreneur Ansatzes.

Hinzu kommt, dass es insbesondere die Zusammenarbeit mit NGOs und dem sozialen Sektor zu intensivieren gilt, findet Sophia Kiefl: „NGOs und Social Enterprises arbeiten am gesellschaftlichen Wandel, aber mit unterschiedlichen Herangehensweisen. Gerade bei der Ideenentwicklung für soziale Themen, die sich wirtschaftlich angehen lassen, ist die unternehmerisch-lösungsorientierte Perspektive sehr wertvoll. Im Austausch zwischen NGO und Social Enterprises ist allerdings noch viel Luft nach oben.

Dankeschön und
mehr Erfahren über Social Entrepreneurship

Abschließend möchten Sophia Kiefl und Steve Grundig ihren großen Dank an die Autor*innen des DSEM 2019, allen Mitwirkenden und Teilnehmenden aussprechen.

Beide freuen sich, 2020 mit den Ergebnissen aus der Umfrage der Regionalgruppe Sachsen ebenfalls einen Beitrag zur Entwicklung von Social Business leisten zu können.

Social Business in Sachsen: Umfrageergebnisse veröffentlicht

Wer mehr zum DSEM 2019 oder zu Social Business Szene Deutschlands erfahren möchte findet im Blog vom SEND e.V. die kommentierte Ergebnisse und aktuelle Debatten. Schaut mal rein!

Die Partner*innen dahinter:

SEND e.V. – Social Entrepreneurshoip Netzwerk Deutschland

Um Sozialunternehmer*innen (Social Entrepreneurs) zu stärken und soziale Innovationen mit dem erforderlichen Nachdruck voranzutreiben, hat im Juni 2017 das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland e.V. gegründet. Inzwischen gibt es zahlreiche Regionalgruppen, u. a. in Sachsen. Link für Newsletter-Anmeldung

Impact Hub Dresden

– Das Impact Hub Dresden ist Teil eines weltweiten Netzwerks zur Förderung sozialer Innovationen. Nach dem Leitgedanken “Think global, act local” unterstützten die lokalen Impact Hubs in Dresden und Leipzig Gründer*innen in Sachsen, die mit Ihrer Idee einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen leisten. Gemeinsam schaffen sie hier Prototypen für neue Wege des verantwortungsvollen Wirtschaftens, indem Wissen und Know How geteilt und Ideen gemeinsam weiterentwickelt werden.

plant values | Beratung und Coaching für Nachhaltigkeit

– Das Team von Nachhaltigkeitsentwickler*innen unterstützt etablierte Unternehmen und Gründer*innen von Green Startups und Social Business Gründungen. Ziel ist es stets, die Befähigung zu schaffen ein nachhaltiges Unternehmen aufzubauen und zu etablieren. Damit wird ein Beitrag zu einer ganzheitlichen Transformation unserer Gesellschaft und Wirtschaft hin zur Nachhaltigkeit geschaffen.

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Investment-Gigant BlackRock kündigt an, künftig nachhaltig(er) zu investieren

BlackRock hat im Januar 2020 angekündigt seine Investments nachhaltig(er) aufzustellen. Wir erklären, was das heißt und wie es einzuordnen ist.

Die Finanzwirtschaft als Förderer nachhaltigen Wirtschaftens?

Globale Nachhaltigkeitsziele SDG erreichen – zentrale Rolle liegt bei Unternehmen

Darstellung der 17 SDG (c) https://www.un.org/sustainabledevelopment/ Hinweis: “The content of this publication has not been approved by the United Nations and does not reflect the views of the United Nations or its officials or Member States“

Die 2020er-Jahre haben begonnen und es verbleiben noch 10 Jahre, bis die Ziele der Vereinten Nationen zur Nachhaltigkeitsentwicklung (17 SDG der United Nations) erreicht sein sollen. Nachhaltigkeit wird dieses Jahrzehnt zum entscheidenden Faktor des Wirtschaftens und der Unternehmensführung.

Einerseits kann die Erreichung von nachhaltigen Zielen nicht ohne Unternehmen funktionieren. Andererseits wird Nichtagieren und Nichtantizipieren der Herausforderungen der Nachhaltigkeit zum zunehmenden Risiko für die Unternehmen selbst: Probleme in der Rohstoffbeschaffung und den Lieferketten, steigende Kapitalkosten durch Risikoaufschläge, Verpassen von technischen und sozialen Innovationen, verfehlen gesellschaftlicher und politischer Ansprüche und damit der „licence to operate“. Die Liste ist lang.

BlackRock’s Ankündigungen zur Nachhaltigkeit und die Chancen sowie Folgen für Unternehmen

Selbst große Player, wie der Investmentgigant BlackRock, schlagen eine neue Richtung ein. BlackRock CEO Fink im Januar 2020 dazu:

„Der Klimawandel ist für die langfristigen Aussichten von Unternehmen zu einem entscheidenden Faktor geworden. (…) Die Forschungsergebnisse einer Vielzahl von Organisationen, darunter der Weltklimarat IPCC, das BlackRock Investment Institute und viele andere, aber auch neue Studien von McKinsey über die sozioökonomischen Auswirkungen von Klimarisiken, zeigen uns, wie sich die Klimarisiken gleichermaßen auf die Umwelt wie auch die globale Finanzwirtschaft, die das Wirtschaftswachstum begleitet, auswirken.“

– BlackRock Investmentgesellschaft Chef Larry Fink, Januar 2020

Die von BlackRock aktiv verwalteten Portfolios werden bis Mitte 2020 auf deren Klimaverträglichkeit hin geprüft und gegebenenfalls schädliche Investments beseitigt. Ganzheitliche Nachhaltigkeit nach ESG-Kriterien, welche Umwelt-, Sozial- und Governance-Standards umfassen, wird ein relevantes Entscheidungskriterium für BlackRock’s Investitionen werden: „Künftig werden wir Nachhaltigkeit zu einem wesentlichen Bestandteil unserer Portfoliokonstruktion und unseres Risikomanagements machen“, so Fink weiter.

Der Finanzmarkt als Hebel zur nachhaltigen Entwicklung von Unternehmen und Wirtschaft?

Einfach gesagt: Jene Konzerne und Unternehmungen, welche sich nicht an die Kriterien halten, stehen vor dem Risiko von der Investmentgesellschaft das Kapital entzogen zu bekommen. Die Tragweite dieser Ankündigungen von BlackRock zu Nachhaltigkeit ist enorm. Der weltgrößte Vermögensverwalter verwaltet für Versicherungen, Renten- und Aktienfonds sowie andere institutionelle Kunden und Millionen von Privatanlegern ein Vermögen von schätzungsweise 7 Billionen US-Dollar. Dies entspricht in etwa der Wirtschaftskraft von Deutschland, Spanien und Frankreich zusammen.

Werden diese Geldströme nun nach Nachhaltigkeitskriterien umstrukturiert, ist das ein enormer Hebel hin zur nachhaltigen Entwicklung der Wirtschaft. Es begünstigt Unternehmen, welche bereits Nachhaltigkeitsaspekte in deren strategische Ausrichtung einfließen lassen und bestraft jene, welche sich nicht darum kümmern. Über die Instrumente des Finanzmarktes können folglich klare Anreize für eine nachhaltige Transformation der Wirtschaft geschaffen und auch hartnäckig-blockierende Unternehmen dazu gebracht werden, sich ernsthaft mit Nachhaltigkeit in deren Handeln und Geschäftsmodell auseinander zu setzen.

Umdenken in der Finanzbranche: ESG-Kriterien als Kompass für Investments; Quelle: Piqsels

Die Gestaltungsmacht von BlackRock, gegeben durch die Mitbestimmungsmöglichkeiten bei investierten Unternehmen, soll darüber hinaus eingesetzt werden, um Unternehmens-Aktivitäten und -Risiken bezüglich Nachhaltigkeit transparent zu machen. Unternehmen sollen bis Ende 2020 nach den jeweiligen Branchen-Standards des Sustainability Accounting Standard Boards (SASB) öffentlich über Nachhaltigkeitskriterien berichten. Zusätzlich sollen klimabezogene Risiken nach den Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) dargestellt werden. Kurzum, es werden klare Transparenzanforderungen an die Unternehmen formuliert.

BlackRock ist nicht als Vorreiter nachhaltiger (sozialer und ökologischer) Investitionen bekannt. Daher darf man gespannt sein, wie konsequent die Vorhaben wirklich umgesetzt werden. Nichtsdestoweniger ist diese angekündigte Neuausrichtung ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und ein noch wichtigeres Signal: Konzerne und Unternehmen sind von deren Geldgebern aufgefordert, sich tiefgreifend und transparent mit Nachhaltigkeitsaspekten deren täglichen Handelns und derer strategischen Ausrichtung zu beschäftigen. Über Geschäfts- und Lieferkettenbeziehungen werden zudem weitere Unternehmen im Sinne eines Domino-Effekts indirekt und Schritt-für-Schritt ebenfalls in die Pflicht genommen. Bei Zulieferern schlummert ebenfalls enormes Potential für ein klimafreundliches Wirtschaften.

Solange jedoch nicht die Mehrheit der Finanzakteure Nachhaltigkeitskriterien als festen Investment-Schwerpunkte setzen, können Unternehmen durch den Wechsel des Kapitalgebers den Transformationsprozess hin zu mehr Nachhaltigkeit umgehen.

Unternehmen werden vom Teil des Problems zum Teil der Lösung!

Unternehmen zunehmend vom Teil des Problems hin zum Teil der Lösung zu transformieren ist ein wichtiger Baustein, wenn die Nachhaltigkeitsziele, also die SDG, bis 2030 gemeinschaftlich erreicht werden sollen. Investmentgesellschaften können diese Entwicklung befördern und in die richtige Richtung mitsteuern.

BlackRock mit nachhaltigen Investments als Teil der Lösung?


Schlussendlich werden die Ziele nur gemeinschaftlich mit den vielen Akteuren der Gesellschaft erreicht werden können: Politik, Wissenschaft, NGOs, kleine wie große Unternehmen sowie jeder Mensch als Privatpersonen sind gefordert. Auch CEO Fink sieht das realistisch:

„Jede Regierung, jedes Unternehmen und jeder Anleger muss sich mit dem Klimawandel auseinandersetzen.“

– BlackRock Chef Fink in seinem öffentlichen Jahresauftaktbrief

Wir als plant values unterstützen öffentliche Institutionen und etablierte Unternehmen bei der nachhaltigen Transformation ihrer Geschäftsmodelle und begleiten Startups und Jungunternehmen beim Aufbau eines ganzheitlich nachhaltigen Unternehmens. Unser Ansatz ist es, unsere Partner zu befähigen eine eigenständige, kontinuierliche Transformation zu vollziehen bzw. dauerhaft nachhaltiges Wirtschaften zu etablieren. Wie die Entwicklung bei BlackRock und anderen Finanzakteuren (bspw. der ING) zeigt, kann ein nachhaltiges Geschäftsmodell langfristig durch stabile oder sogar geringere Kapitalkosten belohnt werden.


Quellen:
Weiterführende Artikel:

Methoden und Best Practice zu Nachhaltigkeit ins Postfach

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Wir arbeiten mit Unternehmen an Nachhaltigkeit.
Strategie, Controlling und Unternehmenskultur für Nachhaltigkeit.

Bei komplexen Themen wie diesem beraten wir, sind Sparringspartner oder Impulsgeber. Wenn Sie mehr zu dem Thema erfahren oder es sogar selbst angehen wollen, schreiben Sie uns gern:

info@plant-values.de

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550.000 Dresdner*innen. So viele Bäume werden gepflanzt! Und wir sind dabei. 

…gemeinsam, alle zusammen, privat oder als Verein, Organisation und Unternehmen!

Wir sind für gesunde Luft. Für Schmetterlinge, wilde Bienen und singende Vögel. Für ein gesundes Miteinander. Für ein gutes Stadtklima. Für unser Dresden. Und als Vorbild für den Rest der Welt! Wir setzen auf gemeinschaftliches bürgerschaftliches und unternehmerisches Engagement. Wir gestalten gemeinsam Dresden: bei der größten Baumpflanz-Aktion Deutschlands Mein Baum mein Dresden.

Wir beteiligen uns und belohnen jedes engagierte Unternehmen!

Schon für den Preis eines Kaffee To Go kann jede*r einen Baum pflanzen: Für nur 3,00 € Spende gibt es eine Baumpflanzung.  
Noch mehr Wirkung erzielen wir, wenn sich Unternehmen beteiligen! 
Egal ob eine Baum-Spende für jeden Mitarbeitenden, gemeinsame Pflanzpartys, einen Prozentanteil des monatlichen Umsatzes als Spenden für die Initiative oder eine „ein Baum für jeden Verkauf“-Sonderaktion innerhalb des laufenden Zeitraum. Mach mit, bring dich als Unternehmen direkt ein.
Noch keine passende Idee wie? Lass Dich inspirieren von anderen, bereits engagierten Unternehmen!

Unsere extra Motivation für Euch: Wenn Dein Unternehmen sich bei der Baumpflanz-Initiative engagiert, spendiert plant values Euch einen kostenlosen Nachhaltigkeits-Miniworkshop!

Interesse? Dann schreib uns direkt: info@plant-values.de

Wer, wo, was? 

Gepflanzt werden ausschließlich standortheimische Gehölze. Die Pflanzen werden aus Crowdfunding-Spenden finanziert. Die Finanzen werden von der Umweltstiftung Wilderness International verwaltet. Diese ist als gemeinnützig anerkannt und kann daher Spendenbescheinigungen für die steuerliche Geltendmachung ausstellen.

Gepflanzt wird auf Flächen, die uns die Eigentümer*in (Stadt, Kirchen, Unternehmen, Schulen und Kitas, private Grundstücksbesitzer) dafür zur Verfügung stellen. Die Flächen bleiben im Eigentum der bisherigen Besitzer*in, der sich verpflichtet, die gepflanzten Bäume und Büsche langfristig wachsen zu lassen. Habt ihr Flächen? Dann beteiligt euch auch damit! 

Bis 31.10.2019 könnt ihr dabei sein. Ran an die Bäume und zusammen pflanzen!

Wir wünschen uns ein grüneres Dresden. Mehr Grün bedeutet höhere Luftqualität, mehr Lebensraum für Schmetterlinge, Singvögel und Wildbienen, Abkühlung in der Stadt und Lebensqualität. Bäume und Sträucher produzieren lebensnotwendigen Sauerstoff im Übermaß, sie bereichern das Stadtbild und wirken lärmmindernd. Der Tierwelt dienen sie als Verbindung zwischen Lebensräumen, den Menschen als Ruheoasen im hektischen Getriebe der Stadt. Grün tut gut! Wir wollen aktiv werden und das, was uns guttut, realisieren. Ihr auch?

Erzähl es möglichst vielen Menschen! Hier haben wir mehr Infos und das Mediakit zur Kampagne für Dich verlinkt:

mediakit_meinbaummeindresden

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News und Einblicke

Schulungspartner des Deutschen Nachhaltigkeitskodex

plant values ist seit 2016 einer der deutschlandweit rund 75 Schulungspartner für den Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK).

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex

Der DNK ist ein Berichtsstandard für einheitliche, transparente, leicht verständliche Nachhaltigkeitsberichte, welcher vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) entwickelt wurde. Der RNE ist das beratende Gremium der Bundesregierung in puncto Nachhaltigkeit.

Warum mit dem DNK arbeiten?

Mit dem DNK machen Sie die ersten Schritte hin zur Nachhaltigkeitsberichtserstattung (CSR-Bericht). Gleichzeitig erfüllen Sie aber auch die gesetzlichen Vorgaben, welche das CSR-RUG (CSR-Richtlinien-Umsetzungsgesetz) einfordert. Der DNK soll einen niederschwelligen Einstieg ermöglichen und etabliert sich immer mehr als Standard in Deutschland. Während andere Standards, wie die des GRI, für größere Unternehmen konzipiert sind, richtet sich der DNK explizit an Kleine und Mittelständische Unternehmen (KMU).

Aktuelles Thema Wesentlichkeit im DNK

Spätestens seit der Erneuerung des DNK-Leitfadens 2020 legt der DNK starkes Augenmerk auf das Thema Wesentlichkeit. Da bedeutet, dass im Fokus der Berichterstattung und der Nachhaltigkeitsleistungen des Unternehmens die Themen stehen sollen, die bzgl. Umwelt und Gesellschaft am relevantesten sind.

Das ist auch für die Anweder des DNK von Vorteil, weil dieser Fokus sowohl den eigenen Ressourcen als auch der Kommunikation hilft. So können Unternehmen sich umso stärker auf die Themen konzentrieren, bei denen sie den gröten Hebel für Nachhaltigkeit haben.

Wesentlichkeit spielt zudem für die Nachhatigkeitsstrategie von Unternehmen eine besondere Rolle. Mehr dazu in unserer Anleitung zur Erstellung der Grundlage für eine Nachhaltigkeitsstrategie.

Unsere Leistungen als Schulungspartner des Deutschen Nachhaltigkeitskodex

Wir unterstützen Sie, wenn Sie den DNK als Nachhaltigkeitsberichts-Standard nutzen wollen. Wir sind vor Ort erster Ansprechpartner als Partner des DNK und geben Informationen, Schulungen und individuelle Beratung.

Wir bieten Informationsgespräche an sowie gezielte Schulungen, um sie fit zu machen für die Umsetzung der CSR-Richtlinie in Eigenregie. Da einige Aspekte der Berichterstattung, wie die Erarbeitung einer Nachhaltigkeitsstrategie jedoch deutlich aufwändiger sind, begleiten wir Sie auch gern individuell bei der Einführung des DNK. Das kann von einzelnen Workshops zu Strategie, Prozessen, Zielen bis zur operativen Erstellung der DNK-Erklärung gehen.

Wir bereiten Sie darauf vor, nach dem DNK zu berichten, unterstützen bei dem Prozess selbst und fertigen auf Ihnen Wunsch hin auch Ihre DNK-Erklärung an, mit welcher Sie den Standard offiziell erfüllen. Wenn Sie wünschen, übernehmen wir zusammen mit Partnern auch die Ausgestaltung eines öffentlichkeitswirksamen Nachhaltigkeitsberichts auf der erarbeiteten Grundlage, egal ob als Print oder online.

Sie haben Fragen zu dem Thema? Sie wollen wissen, wie sich eine Nachhaltigkeits-Berichterstattung noch für Sie lohnt oder haben Fragen zum Vorgehen?

Wir arbeiten mit Unternehmen an Nachhaltigkeit.
Strategie, Controlling und Unternehmenskultur für Nachhaltigkeit.

Bei komplexen Themen wie diesem beraten wir, sind Sparringspartner oder Impulsgeber. Wenn Sie mehr zu dem Thema erfahren oder es sogar selbst angehen wollen, schreiben Sie uns gern:

info@plant-values.de

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News und Einblicke

Cruise Talk von plant values bei Die Sachsen

Die Sachsen hat plant values eingeladen zu einem Cruise Talk. 

Kaufen, wegwerfen, kaufen, wegwerfen, kaufen, wegwerfen. Das ist totaler Sch… Toni Kiel und Thomas Wolf unterhalten sich über die #Wegwerfgesellschaft#Konsumismus und #Nachhaltigkeit. Das gesamte Interview als Video gibt es hier: