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Nachhaltigkeits-Wissen und -Methoden

plant values academy: „Die Kraft der Crowd“ und Corona

Wie kann die Crowd (Schwarmintelligenz) wirken, insbesondere in Zeiten von Corona? Wie können Unternehmen dadurch mehr Resilienz erlangen, wie können gesellschaftliche Innovationen entwickelt und getestet werden? Nach dem Auftakt, wo wir die Theorien von Unternehmensresilienz und gesellschaftlichen Transformationen beleuchtet haben, folgt nun der Blick in die Praxis.

Wir wünschen Euch viel Spaß und freuen uns über eure Rückmeldung.

plant values academy – mit Gästen (07.05.2020) | Wege zur Nachhaltigkeit, Resilienz und Zukunftsfähigkeit

Am 07. Mai setzten wir die plant values academy Reihe fort mit dem Blick in die Praxis. Dazu hatten wir zwei Gäste dabei, Tino von der Finanzierungsplattform startnext und Mathias vom Social Startup payactive. Die beiden Social Entrepreneure liefern Einblicke aus deren Praxiserfahrungen und beantworten die Frage: Wie können Unternehmen und Institutionen das Wissen und die Kraft der Crowd auf dem Weg zu Resilienz und Zukunftsfähigkeit nutzen?

Resilienz durch Crowdfunding, von Tino (startnext)

Mitschnitt von der plant values academy vom 07.05.2020 – Tino von der Crowdfunding Plattform startnext erzählt, wie Unternehmen resilient(er) werden können durch die Kraft der Crowd.

Co-Creation durch die Crowd, von Mathias (payactive)

Mitschnitt von der plant values academy vom 07.05.2020 – Mathias von social payment Anbieter payactive erzählt, wie die Crowd schnell und niederschwellig Innovationen, z.B. im Zuge der Corona-Krise, kreieren kann.

Lasst uns gemeinsam diskutieren!

Unsere These „Die Corona-Krise wird uns langfristig helfen unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.“

Was denkt ihr dazu? Loggt euch bei Kialo ein und diskutiert mit uns: Ext. Link zur Kialo-Diskussion

Alle Info und Tickets bei Eventbrite unter: https://www.eventbrite.de/e/nachhaltigkeit-resilienz-und-zukunftsfahigkeit-teil-3-plant-values-academy-mit-gasten-tickets-104779971716


Wir als plant values unterstützen öffentliche Institutionen und etablierte Unternehmen bei der nachhaltigen Transformation ihrer Geschäftsmodelle und begleiten Grüne und Social Startups und Jungunternehmen beim Aufbau eines ganzheitlich nachhaltigen Unternehmens. Unser Ansatz ist es, unsere Partner zu befähigen eine eigenständige, kontinuierliche Transformation zu vollziehen bzw. dauerhaft nachhaltiges Wirtschaften zu etablieren. Dazu gehört für uns auch der gemeinsame Aufbau interner Ansätze zum Management von Klimarisiken sowie die Durchführung von Wesentlichkeitsanalysen.

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Nachhaltigkeits-Wissen und -Methoden

plant values academy (16.04.2020): „Resilienz, Krisen und Nachhaltigkeit“

In unserer plant values academy befassen wir uns immer wieder mit neuen Themen, die im Kontext unternehmerischer Nachhaltigkeit stehen. Motiviert durch die Corona-Krise haben wir dieses Format ins Digitale verlegt und begonnen, uns mit dem Thema gesamtgesellschaftliche Transformation und mit Resilienz von Unternehmen und Geschäftsmodellen auseinander gesetzt.

Wir werden eine kleine Reihe von Webinaren zu diesem Themenfeld anbieten und laden hier die Mitschnitte nach und nach hoch. Wir beginnen mit einem theoretischen Überblick, präsentieren Euch passende Modelle, diskutieren mit Gästen und zeigen Beispiele aus der Praxis.

Wir wünschen Euch viel Spaß und freuen uns über eure Rückmeldung.

plant values academy (16.04.2020) | Transformation und Resilienz

Im ersten Teil unserer digitalen academy sind Toni und Steve den Fragen nachgegangen: Wie laufen gesamtgesellschaftliche Transformation ab, welche Rolle spielen Innovationen und Change Agents dabei?
Was ist Resilienz? Was hat das mit Nachhaltigkeit zu tun und wie können Unternehmen resilient werden?

Gesellschaftliche Transformation, von Steve Grundig

Inhalt: Min. 0:00 – plant values academy Intro
Min. 1:11 – Warum ist Wandel nötig?
Min. 8:35 – Was braucht´s für Wandel?
Min. 14:00 – Wie funktionieren gesamtgesellschaftliche Transformationen?
Min. 26:03 -Diskussion: Was können wir aus dem #Corona-Shock mitnehmen?
Min. 34:40 – Wie geht´s Weiter? Einladung zur Diskussion und nächsten academy

Lasst uns gemeinsam diskutieren! Unsere These „Die Corona-Krise wird uns langfristig helfen unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.“

Was denkt ihr dazu? Loggt euch bei Kialo ein und diskutiert mit uns: Ext. Link zur Kialo-Diskussion

Unternehmens-Resilienz, von Toni Kiel

Inhalt: Min. 0:00 – plant values academy Intro
Min. 1:42 – Was ist Resilienz in Ökosystemen?
Min. 6:43 -Was ist Resilienz in Unternehmen?
Min. 8:24 – Was haben Resilienz und Nahchaltigkeit miteinander zu tun?
Min. 13:00 – Resilienz-Strategien
Min. 20:21 – Wie Unternehmen Resilienz Schritt für Schritt aufbauen
Min. 30:00 – Wie geht´s Weiter? Einladung zur Diskussion und nächsten academy

Fortsetzung: plant values academy mit Gästen (07.05.2020) | Wege zur Nachhaltigkeit, Resilienz und Zukunftsfähigkeit

Am 07. Mai setzten wir die plant values academy Reihe fort mit dem Blick in die Praxis. Dazu hatten wir zwei Gäste dabei, Tino von der Finanzierungsplattform startnext und Mathias vom Social Startup payactive. Die beiden Social Entrepreneure liefern Einblicke aus deren Praxiserfahrungen und beantworten die Frage: Wie können Unternehmen und Institutionen das Wissen und die Kraft der Crowd auf dem Weg zu Resilienz und Zukunftsfähigkeit nutzen?

https://plant-values.de/plant-values-academy-07-05-2020-die-kraft-der-crowd/5595/
Fortsetzung unserer Reihe.

Lasst uns gemeinsam diskutieren!

Unsere These „Die Corona-Krise wird uns langfristig helfen unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.“

Was denkt ihr dazu? Loggt euch bei Kialo ein und diskutiert mit uns: Ext. Link zur Kialo-Diskussion

Fortsetzung folgt…
plant values academy – Teil 3: Thema „Resilienz durch Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette“ | Live, Terminfindung läuft.

Alle Info und Tickets bei Eventbrite unter: https://www.eventbrite.de/e/nachhaltigkeit-resilienz-und-zukunftsfahigkeit-teil-3-plant-values-academy-mit-gasten-tickets-104779971716


Wir als plant values unterstützen öffentliche Institutionen und etablierte Unternehmen bei der nachhaltigen Transformation ihrer Geschäftsmodelle und begleiten Grüne und Social Startups und Jungunternehmen beim Aufbau eines ganzheitlich nachhaltigen Unternehmens. Unser Ansatz ist es, unsere Partner zu befähigen eine eigenständige, kontinuierliche Transformation zu vollziehen bzw. dauerhaft nachhaltiges Wirtschaften zu etablieren. Dazu gehört für uns auch der gemeinsame Aufbau interner Ansätze zum Management von Klimarisiken sowie die Durchführung von Wesentlichkeitsanalysen.

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News und Einblicke

Social Entrepreneurship Monitor 2019 veröffentlicht und kommentiert

SEND e.V. veröffentlicht Social Entrepreneurship Monitor für das Jahr 2019. Wir nehmen Social Business in Sachsen in den Blick.

Im Februar 2020 wurde der Deutsche Social Entrepreneur Monitor für 2019 (DSEM 2019) veröffentlich. Mit der Erhebung wurden Akteur*innen des Social Business befragt und um ihre Einschätzungen sowie Erfahrungen gebeten. Die Veröffentlichung ist ein wichtiger Beitrag zur Diskussion und ermöglicht erste Rückschlüsse auf Trends und Besonderheiten.

Die Ergebnisse haben sich Sophia Kiefl (Leiterin der SEND Regionalgruppe Sachsen und tätig im Impact Hub Dresden) und Steve Grundig (plant values) genauer angeschaut, eingeordnet und gemeinsam kommentiert. 

(c) SEND e.V. 2019


Mini-Exkurs: Was ist eigentlich Social Business?
Was ist heißt Social Entrepreneuship?

Mit dem Begriff „Social Business“ werden Unternehmen bezeichnet, welche als Unternehmensziel das Lösen von gesellschaftlichen (soziale und/oder ökologische) Herausforderungen verfolgen. Dabei wird explizit auf eine unternehmerische Denkweise gesetzt. Im Unterscheid zu „klassischen“ Unternehmen steht dabei nicht der finanzielle Erfolg an erster Stelle, sondern die positive Wirkung auf Mit- und Umwelt. Klassische Unternehmen versuchen typischerweise Schäden zu minimieren, Social Business hingegen versuchen deren gemeinwohlorientierte Wirkung zu erhöhen.

Ein „Social Entrepreneur“ ist entsprechend der/die Unternehmer*in, d.h. die Person die im Sinne des Social Business Ansatzes agiert.
„Social Entrepreneurship“ beschriebt demnach zufolge das gemeinwohlorientierte Unternehmertum. Social Business und Entrepreneurship sind daher fast synonym nutzbar.

Damit orientieren wir uns am Verständnis und der Definition vom SEND e.V. Mehr dazu könnte ihr beim SEND e.V. auf deren Seite oder im DSEM 2019 (S. 11-13) lesen.


Was lässt der DSEM 2019 offen?

Die Datengrundlage von 212 Antworten im Deutschen Social Entrepreneurship Monitor (DSEM) sind u.a. auf Grund der geringen Zahl an Antwortenden sowie deren geografische Verteilung nicht als repräsentativ zu betrachten. (DSEM 2019 S. 13, 16).

Die geografische Verteilung der Antworten zeigt, dass einige wenige Hotspots (allen voran Berlin) die Social Business Szene – oder zumindest diese Umfrage – dominieren. Immerhin 61 Antworten kamen aus Berlin (28,8 %). Aus Sachsen sind dagegen nur 9 Antworten eingegangen (4,2 %). Aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Thüringen, Bremen und dem Saarland fanden keine oder jeweils nur eine Antwort Eingang in die Auswertung (DSEM 2019 S. 16).

Das bedeutet, dass für regionale (länderspezifische) Ableitungen die Antworten wenig geeignet sind. So lassen sich beispielsweise politische Empfehlungen für die sächsische Staatsregierung oder Hinweise für regionale Akteure im Sinne des Social Entrepreneurships nicht fundiert begründen.

Umfrage zu Social Business in Sachsen 2020

An dieser Stelle sei darauf verwiesen, dass 2020 eine Umfrage zur Erhebung von Bekanntheitsgrad und Unterstützungsbedarfen für Social Entrepreneurship in Sachsen stattfand. Die Ergebnisse sollen den DSEM sinnvoll ergänzen und der Regionalgruppe Sachsen neue Impulse geben. Hier ergeben sich regionalspezifische Perspektiven. In der Folge sollen konkrete Handlungsmaßnahmen für das Social Business Ökosystem, die Akteur*innen und die Regierung im Freistaat abgeleitet werden.

Die Ergebnisse zur Social Entrepreneurship-Umfrage der Regionalgruppe Sachsen sind hier zu finden: LINK ZU DEN ERGEBNISSEN

Social Business in Sachsen

Bleiben wir kurz noch beim Fokus auf Sachsen. Als zentrale Orte für Gründerökosysteme werden im DSEM 2019 Leipzig und Dresden genannt (S. 71). Dem ergänzend sei gesagt, dass es natürlich auch darüber hinaus bereits Aktivitäten in anderen Städten sowie den ländlicheren Regionen gibt. Hier finden sich ebenso Beratung, Netzwerk, Bildungsangebote sowie Vorbilder. Gute Beispiele dafür sind Chemnitz oder Görlitz. Ferner ist es gerade auch das explizite Anliegen der sächsischen Regionalgruppe des SEND e.V. (Deutscher Dachverband für Social Entrepreneurship) den Fokus nicht nur auf die Großstädte des Freistaates zu lenken.

Wichtig ist, dass die Förderung von Social Entrepreneurship auch als wichtiges Werkzeug zur regionalen Entwicklung verstanden wird. Gerade im ländlichen Raum mit seinen Mittelzentren und Kleinstädten. Social Entrepreneurship wird gerade auch außerhalb der urbanen Zentren ein wichtiger Baustein bei der Transformation unserer Wirtschaft sein und neue Impulse setzen.“ – so die Meinung von Steve Grundig.

Um sich über die Regionalgruppe Sachsen zu informieren oder sich dort einzubringen, empfehlen wir den Newsletter der Regionalgruppe Sachsen. Einfach zu abonnieren hier: Link für Newsletter-Anmeldung

Einige Zahlen des DSEM stimmen besonders erfreulich. Hier lassen sich bereits Tendenzen ablesen, welche sich auch mit den persönlichen Beobachtungen der Beitragsautor*innen Sophia Kiefl und Steve Grundig decken.
Erfreulich ist, dass die Zahl der Gründungen von Social Startups in den letzten Jahren zugenommen hat. Dies zeigt, dass die Idee mehr und mehr Fuß fasst. Gründungswillige Menschen werden zunehmend inspiriert ein Geschäftsmodell im Sinne des Social Business zu entwickeln.

Mehr Diversität bei Social Business-Gründer*innen

Ebenso zeigt die hohe Anzahl an weiblichen Social Entrepreneurinnen, sie liegt bei rund 45 % (DSEM 2019 S. 76), dass hier „klassische“ Bilder des Unternehmertums aufgelöst werden. So sind bspw. bei konventionellen Gründungen Frauen klar in der Minderheit (laut Deutschem Startup Monitor von 2019 auf S.31 sind nur rund 15 % der Gründenden weiblich) oder im Schnitt seltener unternehmerisch aktiv (so erwähnt bspw. im BMWI-Dossier „Frauen in der Wirtschaft“).
Insgesamt sind die Gründer*innen diverser. In der Social Business Branche finden sich auch zunehmend mehr Menschen mit Migrationshintergrund oder in der Altersgruppe 50+, welche sonst auch eher Ausnahmen in der klassischen Gründungsszene bilden.

Es zeigt sich: Das gemeinwohlorientierte Motiv der unternehmerischen Tätigkeit spricht offensichtlich neue Bevölkerungsgruppen an, die sonst unternehmerisch eher passiv bleiben. Die Motivation sich mit einem Unternehmen zu probieren steigt, wenn nicht allein die Generierung finanzieller Mehrwerte im Vordergrund steht. Die Tendenz, dass mehr Frauen, ältere Menschen sowie Personen mit Migrationshintergrund sich unternehmerisch betätigen ist neben dem Verfolgen gesellschaftlich-ausgerichteter Unternehmensziele ein weiterer positiver Beitrag des Social Entrepreneur Ansatzes.

Hinzu kommt, dass es insbesondere die Zusammenarbeit mit NGOs und dem sozialen Sektor zu intensivieren gilt, findet Sophia Kiefl: „NGOs und Social Enterprises arbeiten am gesellschaftlichen Wandel, aber mit unterschiedlichen Herangehensweisen. Gerade bei der Ideenentwicklung für soziale Themen, die sich wirtschaftlich angehen lassen, ist die unternehmerisch-lösungsorientierte Perspektive sehr wertvoll. Im Austausch zwischen NGO und Social Enterprises ist allerdings noch viel Luft nach oben.

Dankeschön und
mehr Erfahren über Social Entrepreneurship

Abschließend möchten Sophia Kiefl und Steve Grundig ihren großen Dank an die Autor*innen des DSEM 2019, allen Mitwirkenden und Teilnehmenden aussprechen.

Beide freuen sich, 2020 mit den Ergebnissen aus der Umfrage der Regionalgruppe Sachsen ebenfalls einen Beitrag zur Entwicklung von Social Business leisten zu können.

Social Business in Sachsen: Umfrageergebnisse veröffentlicht

Wer mehr zum DSEM 2019 oder zu Social Business Szene Deutschlands erfahren möchte findet im Blog vom SEND e.V. die kommentierte Ergebnisse und aktuelle Debatten. Schaut mal rein!

Die Partner*innen dahinter:

SEND e.V. – Social Entrepreneurshoip Netzwerk Deutschland

Um Sozialunternehmer*innen (Social Entrepreneurs) zu stärken und soziale Innovationen mit dem erforderlichen Nachdruck voranzutreiben, hat im Juni 2017 das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland e.V. gegründet. Inzwischen gibt es zahlreiche Regionalgruppen, u. a. in Sachsen. Link für Newsletter-Anmeldung

Impact Hub Dresden

– Das Impact Hub Dresden ist Teil eines weltweiten Netzwerks zur Förderung sozialer Innovationen. Nach dem Leitgedanken “Think global, act local” unterstützten die lokalen Impact Hubs in Dresden und Leipzig Gründer*innen in Sachsen, die mit Ihrer Idee einen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen leisten. Gemeinsam schaffen sie hier Prototypen für neue Wege des verantwortungsvollen Wirtschaftens, indem Wissen und Know How geteilt und Ideen gemeinsam weiterentwickelt werden.

plant values | Beratung und Coaching für Nachhaltigkeit

– Das Team von Nachhaltigkeitsentwickler*innen unterstützt etablierte Unternehmen und Gründer*innen von Green Startups und Social Business Gründungen. Ziel ist es stets, die Befähigung zu schaffen ein nachhaltiges Unternehmen aufzubauen und zu etablieren. Damit wird ein Beitrag zu einer ganzheitlichen Transformation unserer Gesellschaft und Wirtschaft hin zur Nachhaltigkeit geschaffen.

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News und Einblicke

Investment-Gigant BlackRock kündigt an, künftig nachhaltig(er) zu investieren

BlackRock hat im Januar 2020 angekündigt seine Investments nachhaltig(er) aufzustellen. Wir erklären, was das heißt und wie es einzuordnen ist.

Die Finanzwirtschaft als Förderer nachhaltigen Wirtschaftens?

Globale Nachhaltigkeitsziele SDG erreichen – zentrale Rolle liegt bei Unternehmen

Darstellung der 17 SDG (c) https://www.un.org/sustainabledevelopment/ Hinweis: “The content of this publication has not been approved by the United Nations and does not reflect the views of the United Nations or its officials or Member States“

Die 2020er-Jahre haben begonnen und es verbleiben noch 10 Jahre, bis die Ziele der Vereinten Nationen zur Nachhaltigkeitsentwicklung (17 SDG der United Nations) erreicht sein sollen. Nachhaltigkeit wird dieses Jahrzehnt zum entscheidenden Faktor des Wirtschaftens und der Unternehmensführung.

Einerseits kann die Erreichung von nachhaltigen Zielen nicht ohne Unternehmen funktionieren. Andererseits wird Nichtagieren und Nichtantizipieren der Herausforderungen der Nachhaltigkeit zum zunehmenden Risiko für die Unternehmen selbst: Probleme in der Rohstoffbeschaffung und den Lieferketten, steigende Kapitalkosten durch Risikoaufschläge, Verpassen von technischen und sozialen Innovationen, verfehlen gesellschaftlicher und politischer Ansprüche und damit der „licence to operate“. Die Liste ist lang.

BlackRock’s Ankündigungen zur Nachhaltigkeit und die Chancen sowie Folgen für Unternehmen

Selbst große Player, wie der Investmentgigant BlackRock, schlagen eine neue Richtung ein. BlackRock CEO Fink im Januar 2020 dazu:

„Der Klimawandel ist für die langfristigen Aussichten von Unternehmen zu einem entscheidenden Faktor geworden. (…) Die Forschungsergebnisse einer Vielzahl von Organisationen, darunter der Weltklimarat IPCC, das BlackRock Investment Institute und viele andere, aber auch neue Studien von McKinsey über die sozioökonomischen Auswirkungen von Klimarisiken, zeigen uns, wie sich die Klimarisiken gleichermaßen auf die Umwelt wie auch die globale Finanzwirtschaft, die das Wirtschaftswachstum begleitet, auswirken.“

– BlackRock Investmentgesellschaft Chef Larry Fink, Januar 2020

Die von BlackRock aktiv verwalteten Portfolios werden bis Mitte 2020 auf deren Klimaverträglichkeit hin geprüft und gegebenenfalls schädliche Investments beseitigt. Ganzheitliche Nachhaltigkeit nach ESG-Kriterien, welche Umwelt-, Sozial- und Governance-Standards umfassen, wird ein relevantes Entscheidungskriterium für BlackRock’s Investitionen werden: „Künftig werden wir Nachhaltigkeit zu einem wesentlichen Bestandteil unserer Portfoliokonstruktion und unseres Risikomanagements machen“, so Fink weiter.

Der Finanzmarkt als Hebel zur nachhaltigen Entwicklung von Unternehmen und Wirtschaft?

Einfach gesagt: Jene Konzerne und Unternehmungen, welche sich nicht an die Kriterien halten, stehen vor dem Risiko von der Investmentgesellschaft das Kapital entzogen zu bekommen. Die Tragweite dieser Ankündigungen von BlackRock zu Nachhaltigkeit ist enorm. Der weltgrößte Vermögensverwalter verwaltet für Versicherungen, Renten- und Aktienfonds sowie andere institutionelle Kunden und Millionen von Privatanlegern ein Vermögen von schätzungsweise 7 Billionen US-Dollar. Dies entspricht in etwa der Wirtschaftskraft von Deutschland, Spanien und Frankreich zusammen.

Werden diese Geldströme nun nach Nachhaltigkeitskriterien umstrukturiert, ist das ein enormer Hebel hin zur nachhaltigen Entwicklung der Wirtschaft. Es begünstigt Unternehmen, welche bereits Nachhaltigkeitsaspekte in deren strategische Ausrichtung einfließen lassen und bestraft jene, welche sich nicht darum kümmern. Über die Instrumente des Finanzmarktes können folglich klare Anreize für eine nachhaltige Transformation der Wirtschaft geschaffen und auch hartnäckig-blockierende Unternehmen dazu gebracht werden, sich ernsthaft mit Nachhaltigkeit in deren Handeln und Geschäftsmodell auseinander zu setzen.

Umdenken in der Finanzbranche: ESG-Kriterien als Kompass für Investments; Quelle: Piqsels

Die Gestaltungsmacht von BlackRock, gegeben durch die Mitbestimmungsmöglichkeiten bei investierten Unternehmen, soll darüber hinaus eingesetzt werden, um Unternehmens-Aktivitäten und -Risiken bezüglich Nachhaltigkeit transparent zu machen. Unternehmen sollen bis Ende 2020 nach den jeweiligen Branchen-Standards des Sustainability Accounting Standard Boards (SASB) öffentlich über Nachhaltigkeitskriterien berichten. Zusätzlich sollen klimabezogene Risiken nach den Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) dargestellt werden. Kurzum, es werden klare Transparenzanforderungen an die Unternehmen formuliert.

BlackRock ist nicht als Vorreiter nachhaltiger (sozialer und ökologischer) Investitionen bekannt. Daher darf man gespannt sein, wie konsequent die Vorhaben wirklich umgesetzt werden. Nichtsdestoweniger ist diese angekündigte Neuausrichtung ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und ein noch wichtigeres Signal: Konzerne und Unternehmen sind von deren Geldgebern aufgefordert, sich tiefgreifend und transparent mit Nachhaltigkeitsaspekten deren täglichen Handelns und derer strategischen Ausrichtung zu beschäftigen. Über Geschäfts- und Lieferkettenbeziehungen werden zudem weitere Unternehmen im Sinne eines Domino-Effekts indirekt und Schritt-für-Schritt ebenfalls in die Pflicht genommen. Bei Zulieferern schlummert ebenfalls enormes Potential für ein klimafreundliches Wirtschaften.

Solange jedoch nicht die Mehrheit der Finanzakteure Nachhaltigkeitskriterien als festen Investment-Schwerpunkte setzen, können Unternehmen durch den Wechsel des Kapitalgebers den Transformationsprozess hin zu mehr Nachhaltigkeit umgehen.

Unternehmen werden vom Teil des Problems zum Teil der Lösung!

Unternehmen zunehmend vom Teil des Problems hin zum Teil der Lösung zu transformieren ist ein wichtiger Baustein, wenn die Nachhaltigkeitsziele, also die SDG, bis 2030 gemeinschaftlich erreicht werden sollen. Investmentgesellschaften können diese Entwicklung befördern und in die richtige Richtung mitsteuern.

BlackRock mit nachhaltigen Investments als Teil der Lösung?


Schlussendlich werden die Ziele nur gemeinschaftlich mit den vielen Akteuren der Gesellschaft erreicht werden können: Politik, Wissenschaft, NGOs, kleine wie große Unternehmen sowie jeder Mensch als Privatpersonen sind gefordert. Auch CEO Fink sieht das realistisch:

„Jede Regierung, jedes Unternehmen und jeder Anleger muss sich mit dem Klimawandel auseinandersetzen.“

– BlackRock Chef Fink in seinem öffentlichen Jahresauftaktbrief

Wir als plant values unterstützen öffentliche Institutionen und etablierte Unternehmen bei der nachhaltigen Transformation ihrer Geschäftsmodelle und begleiten Startups und Jungunternehmen beim Aufbau eines ganzheitlich nachhaltigen Unternehmens. Unser Ansatz ist es, unsere Partner zu befähigen eine eigenständige, kontinuierliche Transformation zu vollziehen bzw. dauerhaft nachhaltiges Wirtschaften zu etablieren. Wie die Entwicklung bei BlackRock und anderen Finanzakteuren (bspw. der ING) zeigt, kann ein nachhaltiges Geschäftsmodell langfristig durch stabile oder sogar geringere Kapitalkosten belohnt werden.


Quellen:
Weiterführende Artikel:

Methoden und Best Practice zu Nachhaltigkeit ins Postfach

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Wir arbeiten mit Unternehmen an Nachhaltigkeit.
Strategie, Controlling und Unternehmenskultur für Nachhaltigkeit.

Bei komplexen Themen wie diesem beraten wir, sind Sparringspartner oder Impulsgeber. Wenn Sie mehr zu dem Thema erfahren oder es sogar selbst angehen wollen, schreiben Sie uns gern:

info@plant-values.de

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News und Einblicke

550.000 Dresdner*innen. So viele Bäume werden gepflanzt! Und wir sind dabei. 

…gemeinsam, alle zusammen, privat oder als Verein, Organisation und Unternehmen!

Wir sind für gesunde Luft. Für Schmetterlinge, wilde Bienen und singende Vögel. Für ein gesundes Miteinander. Für ein gutes Stadtklima. Für unser Dresden. Und als Vorbild für den Rest der Welt! Wir setzen auf gemeinschaftliches bürgerschaftliches und unternehmerisches Engagement. Wir gestalten gemeinsam Dresden: bei der größten Baumpflanz-Aktion Deutschlands Mein Baum mein Dresden.

Wir beteiligen uns und belohnen jedes engagierte Unternehmen!

Schon für den Preis eines Kaffee To Go kann jede*r einen Baum pflanzen: Für nur 3,00 € Spende gibt es eine Baumpflanzung.  
Noch mehr Wirkung erzielen wir, wenn sich Unternehmen beteiligen! 
Egal ob eine Baum-Spende für jeden Mitarbeitenden, gemeinsame Pflanzpartys, einen Prozentanteil des monatlichen Umsatzes als Spenden für die Initiative oder eine „ein Baum für jeden Verkauf“-Sonderaktion innerhalb des laufenden Zeitraum. Mach mit, bring dich als Unternehmen direkt ein.
Noch keine passende Idee wie? Lass Dich inspirieren von anderen, bereits engagierten Unternehmen!

Unsere extra Motivation für Euch: Wenn Dein Unternehmen sich bei der Baumpflanz-Initiative engagiert, spendiert plant values Euch einen kostenlosen Nachhaltigkeits-Miniworkshop!

Interesse? Dann schreib uns direkt: info@plant-values.de

Wer, wo, was? 

Gepflanzt werden ausschließlich standortheimische Gehölze. Die Pflanzen werden aus Crowdfunding-Spenden finanziert. Die Finanzen werden von der Umweltstiftung Wilderness International verwaltet. Diese ist als gemeinnützig anerkannt und kann daher Spendenbescheinigungen für die steuerliche Geltendmachung ausstellen.

Gepflanzt wird auf Flächen, die uns die Eigentümer*in (Stadt, Kirchen, Unternehmen, Schulen und Kitas, private Grundstücksbesitzer) dafür zur Verfügung stellen. Die Flächen bleiben im Eigentum der bisherigen Besitzer*in, der sich verpflichtet, die gepflanzten Bäume und Büsche langfristig wachsen zu lassen. Habt ihr Flächen? Dann beteiligt euch auch damit! 

Bis 31.10.2019 könnt ihr dabei sein. Ran an die Bäume und zusammen pflanzen!

Wir wünschen uns ein grüneres Dresden. Mehr Grün bedeutet höhere Luftqualität, mehr Lebensraum für Schmetterlinge, Singvögel und Wildbienen, Abkühlung in der Stadt und Lebensqualität. Bäume und Sträucher produzieren lebensnotwendigen Sauerstoff im Übermaß, sie bereichern das Stadtbild und wirken lärmmindernd. Der Tierwelt dienen sie als Verbindung zwischen Lebensräumen, den Menschen als Ruheoasen im hektischen Getriebe der Stadt. Grün tut gut! Wir wollen aktiv werden und das, was uns guttut, realisieren. Ihr auch?

Erzähl es möglichst vielen Menschen! Hier haben wir mehr Infos und das Mediakit zur Kampagne für Dich verlinkt:

mediakit_meinbaummeindresden

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