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Klimaschutz im Tourismus umsetzen: 40 wertvolle Maßnahmen

Das Klima wandelt sich, auch durch den Tourismus. 8% der globalen Emissionen lassen sich auf den Tourismus zurückführen, Tendenz steigend (UBA, 2020, UNWTO, 2019). Zweifelsohne geht hierbei der Großteil auf den Verkehr zurück. Doch heißt dies, dass nur Fluggesellschaften und andere Mobilitätsdienstleister in der Pflicht sind, etwas zu tun? Welche Klimaschutz-Maßnahmen im Tourismus gibt es? Was können Hotels, Reiseveranstalter und Destinationen tun?

Wir haben 40 wertwolle Klimaschutz-Maßnahmen zusammengestellt.

Inhalt:

11 Maßnahmen für Klimaschutz bei Reiseveranstaltern

Reiseveranstalter haben einen enormen Hebel sowohl auf Angebot als auch Nachfrage. Auf der einen Seite bestimmen sie, welche Leistungen sie zu einem Pauschalreiseangebot zusammenschnüren und beeinflussen somit Vor-Ort-Agenturen, Hotels, Busunternehmen usw. Auf der anderen Seite können Sie mit ihren Pauschalreiseangeboten den Markt beeinflussen und Reisende zu einer Verhaltensänderung sensibilisieren. So können Reiseveranstalter Klimaschutz-Maßnahmen im Tourismus umsetzen:

Anreise und Vor-Ort-Mobilität

  • Bieten Sie An- und Abreisemöglichkeiten zu Land und Wasser an. Der Weg ist das Ziel. So bestehen weltweit vielerorts hervorragend ausgebaute Streckennetze im Bahn- und Busverkehr, welche auch von Reisenden gegenüber Flugreisen präferiert werden. Mehr über Gründe und Strategien für Klimaschutz im Tourismus in unserem Blogartikel Klimaschutz im Tourismus: 4 Strategien, die auf dem Weg helfen.
  • Wählen Sie öffentliche Verkehrsmittel. Dies vermindert nicht nur den Fußabdruck, sondern ermöglicht auch authentische und ehrliche Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung.
  • Vermeiden Sie Inlandsflüge, da diese am klimaschädlichsten sind.

Produktgestaltung

  • Gestalten Sie gerade bei Fernreisen längere Aufenthaltsdauern vor Ort, um CO2-Emissionen pro Tag zu reduzieren.
  • Füllen Sie die Gruppenstärke auf, um eine volle Auslastung z.B. bei Fahrzeugen zu gewährleisten. Kann eine volle Auslastung nicht erreicht werden, ordern Sie ggf. kleinere Fahrzeuge.
  • Eliminieren Sie klimaschädliche Produktbestandteile wie Rundflüge mit Helikoptern. Bieten Sie stattdessen ähnlich spannende Abenteuerbausteine an.
  • Preisen Sie eine Kompensation (zu einem gewissen Prozentsatz oder vollständig) direkt ins Produkt ein oder bieten Sie Ihren Kund*innen freiwillige Kompensationszahlungen an.
  • Wählen Sie klimafreundliche Unterkünfte lokaler Betreiber, welche regionale Produkte und Speisen anbieten.
  • Geben Sie Ihren Kund*innen eine Packliste an die Hand und weisen Sie darin u.a. auf die Mitnahme von Hüttenschlafsack, Handtuch und wieder verwendbarer Trinkflasche sowie Reisebesteck und -geschirr hin, um z.B. weite Transportwege von Einweggeschirr zu vermeiden.

Reiseleitung

  • Ermöglichen Sie der Reiseleitung eine Anreise zu Land und Wasser. Kompensieren Sie die Umweltwirkung der Reise oder kommunizieren Sie aktiv die Möglichkeit zur 50%-50%-Kompensation.
  • Empfehlen Sie Ihrer Gruppe explizit umwelt- und klimafreundliche Optionen, z.B. beim Kauf lokaler statt importierter Produkte und Speisen oder bei der Verwendung eigener Ausstattung (z.B. Trinkflasche, Reisebesteck).

Weitere Klimaschutz-Quick-Wins für jedes Tourismusunternehmen finden sie hier.

11 Maßnahmen für Klimaschutz in der Hotellerie

Gerade Hotels bietet Klimaschutz auch große Kostensparvorteile, was sich auch positiv auf den Erhalt der Umwelt und der touristischen Attraktivität auswirkt. Welche Maßnahmen für Klimaschutz im Tourismus können Hotels ergreifen?

Gästezimmer

  • Thermostate mit Fenster-auf-Erkennung regeln automatisch die Heizung herunter, sobald das Fenster offen ist. Dies spart nicht nur Emissionen, sondern auch Geld.
  • Verhängen Sie die Fenster nicht unnötig mit großen Gardinen und Vorhängen, sodass das Tageslicht optimal genutzt und damit Lichtenergie eingespart wird.
  • Minibars machen bis zu 10% des Gesamtenergieverbrauchs eines Hotels aus. Die Kosten zur Betreibung amortisieren sich daher häufig nicht.  Schaffen Sie einen Kühlschrank pro Etage oder Gebäude an und agieren sie somit energie- und kostensparend.
  • Verwenden sie Steckdosenleisten, an denen alle oder ein Hauptteil der Geräte angeschlossen ist. Schalten sie diese bei Nichtbenutzung des Zimmers stets aus.
  • Wechseln Sie Bettwäsche und Handtücher des Gastes nur auf dessen ausdrücklichen Wunsch. Nutzen Sie außerdem anstelle elektrischer Trockner Wäscheleinen, wenn möglich.

Gastronomie

  • Verwenden Sie möglichst langlebige und reparable Geräte in der Küche mit hohen Energieeffizienzklassen.
  • Verarbeiten Sie frische Lebensmittel, z.B. saisonales Gemüse aus der Region. Importwaren und Tiefkühlprodukte verursachen ein Zigfaches an CO2-Emissionen.
  • Überprüfen Sie in der Küche die Kühltemperaturen von Kühlschränken und Tiefkühlern. Je 1°C niedrigerer Kühltemperatur werden 4-6% mehr Energie verbraucht. (Energiesparblatt, 2014)
  • Nutzen Sie Kühlräume effizient aus. Tauen Sie in regelmäßigen Abständen ab. Verstellen Sie die Lüftungsöffnungen nicht und verschließen Sie die Türen bei Kühlung sorgfältig.
  • Achten Sie beim Kochen auf den Wassereinsatz. Erwärmen von kaltem Wasser und Verdampfen sind besonders energieintensive Prozesse. Bei nur einem nicht verwendeten Liter Wasser pro Tag beläuft sich der CO2-Ausstoß auf 25 kg CO2 im Jahr. Entkalken Sie die Geräte regelmäßig, um die Leistungsfähigkeit zu erhalten.
  • Verwenden Sie die Restwärme von Öfen und Deckel beim Kochen, um die Energie optimal zu nutzen.

Weitere Klimaschutz-Quick-Wins für jedes Tourismusunternehmen finden sie hier.

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11 Quick-Wins für jedes Tourismusunternehmen

Neben Reiseveranstaltern und Beherbungsbetrieben gibt es eine Vielzahl anderer touristischer Dienstleister. Dazu zählen Agenturen, Reisebüros, Mobilitätsdienstleister, Gastronomiebetriebe, Kultureinrichtungen etc. Mit folgenden Maßnahmen können diese Klimaschutz im Tourismus schnell und wirksam umsetzen:

Marketing und Kommunikation

  • Stellen Sie intern (zu Mitarbeitenden) und extern (zu Lieferanten, Partnern, Kund*innen, Bevölkerung) Informationen zu Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit zur Verfügung.
  • Versenden Sie Buchungsbestätigungen, Rechnungen und weiterführende Infos auf digitalem Wege oder richten Sie eine Auswahl-Option für Kund*innen ein, wie diese benachrichtigt werden wollen.
  • Minimieren Sie den Versand von Marketingmaterialien wie Broschüren oder Katalogen. Greifen Sie auf digitale Alternativen zurück, z.B. Apps oder Online-Kataloge. So können Sie Klimawirkungen durch Postwege erheblich reduzieren.

Gebäude

  • Sanieren Sie Gebäude für hohe Energieeffizienzleistungen und damit Kosten- und Emissionseinsparungen.
  • Checken Sie den Bezug von regenerativen Energien wie z.B. Erdwärme oder Photovoltaik.
  • Überprüfen Sie die Spül- und Waschmaschine, stellen sie den Energiesparmodus ein und diese nur an, sobald diese voll sind.

Angebotsgestaltung

  • Kennzeichnen Sie explizit klimafreundliche Angebote als solche.

Management

  • Verwenden Sie klimafreundliche Online-Tools und achten Sie auf CO2-arme Lösungen bei Servern und Hosting-Dienstleistern.
  • Achten Sie auf regionale und klimafreundliche Beschaffung von Produkten und Dienstleistungen. Fördern Sie regionale Partnerschaften, z.B. Jobtickets für klimafreundliche Mobilität mit dem ÖPNV.
  • Bringen Sie Mitarbeitende am Bürostandort oder Ihre Gäste gebäude- oder etagenweise unter. So können sie in ungenutzten Gebäudebereichen Strom sparen, z.B. für Heizung, Belüftung und Licht.
  • Regeln Sie in Fluren und Treppenhäusern die Temperatur herunter.

9 Maßnahmen für Klimaschutz in Destinationen

Wir empfehlen, dass sich Destinationen an bereits bestehenden nationalen oder regionalen Klimaschutzstrategien orientieren. Ausgehend davon können Zielgebiete ihren Beitrag ableiten und entsprechende Maßnahmen zu Klimaschutz definieren. Vorgelagert sollte außerdem eine Analyse des Standortes, bestehender Angebote auf Klimafreundlichkeit sowie der einzelnen Leistungsträger sein. Mit diesen Maßnahmen helfen Destinationen, Klimaschutz im Tourismus umzusetzen:

Anreise und Vor-Ort-Mobilität

  • Holen Sie Partner wie Verkehrsverbund und -träger, Landes- und Kommunalpolitik sowie touristischen Akteure an einen Tisch. Arbeiten Sie gemeinschaftlich an einem vernetzten, klima- und nutzerfreundlichen Mobilitätskonzept, z.B. mittels Verknüpfung von Wander- und Radwegen mit ÖPNV.
  • Setzen Sie auf intelligente und nutzerfreundliche Verkehrsinformationssysteme. Das hilft schlussendlich, um bestehende Infrastrukturen optimal zu nutzen, Verkehrsträger zu vernetzen, den Verkehrsfluss zu verbessern und Wege zu verkürzen (z.B. Parksuchverkehr).
  • Setzen Sie spezifische Anreize zur Reduktion des Autoverkehrs. Höhere Parkgebühren oder eine Parkraumverknappung können Autoverkehr reduzieren, sollten jedoch unter dem Vorbehalt der Bereitstellung funktionierender, alternativer Fortbewegung stehen.
  • Optimieren Sie Reiseketten vor Ort, indem benachbarte Verkehrsverbünde zusammenarbeiten und die Anbindung auch in Regionen mit schwacher Infrastruktur gewährleistet ist.
  • Entwickeln Sie neue und zunehmend nachgefragte Mobilitätsangebote, z.B. mittels Kooperationen mit Leihfahrrad-Systemen, Car Sharing Modellen etc.
  • Installieren Sie regenerative Ladeinfrastrukturen sowie attraktive Abstellmöglichkeiten für Räder. Das hilft folglich, um Reisende und Mitarbeitende zur Nutzung klimafreundlicher Fortbewegungsmöglichkeiten zu motivieren.

Angebotsgestaltung

  • Bündeln Sie zusammen mit klimafreundlichen Tourismusanbietern neue Angebote. Kennzeichnen Sie diese exponiert. Arbeiten Sie dabei ggf.  destinationsübergreifend zusammen, um dementsprechend die Attraktivität der Angebote zu erhöhen.
  • Reduzieren Sie klimanegative Aktivitäten. Tauschen Sie diese nach und nach gegen klimafreundlichere Alternativen aus, z.B. nicht-motorisierte Aktivitäten.
  • Bieten Sie Mehrwerte für Kund*innen an, um klimafreundlichere Mobilität und Angebote zu nutzen, z.B. Gästekarten, Paddelboote, (kostenlose) Fahrradleihstationen oder Packages.

Weitere Klimaschutz-Quick-Wins für jedes Tourismusunternehmen finden sie hier.

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Franziska Kramer
Themenbereich Nachhaltiger Tourismus

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Klimaschutz im Tourismus: 4 Strategien, die auf dem Weg helfen

Dieser Blogbeitrag erläutert Gründe, warum Klimaschutz im Tourismus wichtig ist. Er zeigt Ansätze für Klimaschutzstrategien, welche Wege aufzeigen, wie touristische Akteure zum Klimaschutz beitragen können.

Inhalt:

Warum sollten sich Tourismusunternehmen im Klimaschutz engagieren, auch wenn sie keine Airline sind?

Welche Emissionen entstehen im Tourismus und woher kommen sie?

Eine Studie der University of Sydney zeigt, dass die vom Tourismus verursachten Emissionen höher liegen als bisher gedacht: Rechnet man neben Gebäuden und Verkehr auch Lieferketten, wie CO2-Fußabdrücke von Speisen und Getränken ein, so rangiert der Tourismus nicht bei wie bisher angenommen „nur“ 5% der globalen Emissionen, sondern 8%. Im Zeitraum von 2009 bis 2013 ist der Treibhausgasausstoß durch den Tourismus von 3,9 auf 4,5 Milliarden CO2-Äquivalente gestiegen. Das entspricht einem Wachstum von 3,3% jährlich. Hauptverursacher der Emissionen ist mit 75% der Verkehr. (Quelle: UNEP/ UNWTO 2008) Ein weiterer großer Teil von 15-20% geht auf Gebäude zurück. (Klimafakten, 2016) Kleinere Anteile entfallen auf mit dem Tourismus verknüpfte Lieferketten, wie gastronomische Angebote, Einzelhandel und Co, welche sich in Summe jährlich auf mehrere Millionen Tonnen CO2-Äquivalente kumulieren. Hebel für mehr Klimaschutz im Tourismus bestehen also auch weit abseits des Verkehrs. (Zeit Online, 2018)

Klimaschutz ist Pflichtaufgabe, um die Zukunft des Tourismus zu sichern

Gleichzeitig ist der Tourismus wie kaum eine andere Branche auf ein funktionierendes ökologisches und soziales Umfeld angewiesen. Klimaveränderungen können schnell zum Verlust von touristischem Angebot führen, wie Beispiele aus den Alpen oder dem Spreewald zeigen. Der Klimaschutz ist ein wichtiges Instrument, um letztlich das ökologische und soziale Umfeld zu erhalten, auf welches der Tourismus so stark angewiesen ist. Wie zuvor gezeigt, hat jedes Tourismusunternehmen einen Einfluss auf den Klimawandel und kann und sollte somit auch seine Verantwortung für Klimaschutz wahrnehmen. Neben Klimaschutzmaßnahmen sollten auch Maßnahmen zur Klimaanpassung ergriffen werden, um Risiken zu minimieren, die sich aus den nicht abwendbaren Folgen des Klimawandels ergeben. (mehr dazu in unserem Blogbeitrag Klimawandel und Tourismus: Welche Regionen sind betroffen und was kann getan werden?)

Nachfrage-Wachstum nach klimafreundlichen Angeboten

Sehr spannend und interessant sind für Tourismusunternehmen außerdem die Entwicklungen der Nachfrage. Was wollen Kunde und Kundin? Das Bewusstsein für nachhaltige und klimafreundliche Angebote in der Öffentlichkeit steigt. Auch die Klimawirkung des Reisens ist längst in den Köpfen von Verbraucher*innen angekommen. Neue Wortschöpfungen der vergangenen 5 Jahre sind Ausdruck dieses Wandels. So ist Flugscham mittlerweile ein gängiger Begriff in Bevölkerung und Medien. Dieser neuartige Sprachgebrauch schlägt sich nicht nur in Worthülsen nieder, sondern weist auf einen tatsächlichen Wandel der Gesellschaft hin. Während die Kompensation von Emissionen durch Reisende im Jahr 2010 noch omnipräsent war, realisieren Reisende heute immer häufiger und intensiver solche CO2-Ausgleichszahlungen. Daneben etablieren sich Zugreisen und Sharing Modelle für Räder, Autos usw. Klimaschutz ist ein immer wichtigerer Kaufgrund. Es ist eine Frage der Zeit, bis klimafreundliche Angebote auch abseits der Mobilität den Markt weiter erobern.

Unternehmens-Beispiele für Klimaschutz im Tourismus

Erste Unternehmen erkennen diesen gesellschaftlichen Wandel greifen ihn aktiv auf. So setzen diverse Gastronomen auf bio-regionale Beschaffung und weisen den Fußabdruck ihrer Speisen und Getränke aus, so z.B. die Eine-Welt-Cafés. Jene sind Pioniere im Markt. Sie gehen erste Schritte aus intrinsischer Motivation heraus. Andere sind gezwungen, Maßnahmen für Klimaschutz zu treffen aufgrund regulatorischer oder finanzieller Anforderungen oder dem Druck der Öffentlichkeit. Flugzeugbauer wie Airbus forschen inzwischen am grünen Fliegen und streben an, bis 2035 erste emissionsfreie Großraumflugzeuge auf den Markt zu bringen. (Aero, 2020) Außerdem ist das Thema Klimaschutz auch bei Destinationen angekommen: Die ostfriesische Insel Juist will künftig klimaneutral sein. (FAZ, 2018) Auch in Kulturbetrieben, wie dem Helsingborger Symphonieorchester, sind Wege hin zur Klimaneutralität in die Tagesordnung übergegangen. (3Sat, 2019)

Tourismusunternehmen können Klimaschutz als Marktpotenzial erkennen

Noch sind diese Beispiele Einzelfälle und können ein Alleinstellungsmerkmal sein. Dies ist interessant für Marketing und Vertrieb. Tourismusakteure, die Klimaschutz verfolgen, können Marktanteile gewinnen. Schon in wenigen Jahren könnte dieses heutige Verkaufsargument „klima- und umweltfreundlich“ eine Pflichtaufgabe werden, welche besser schon heute als Chance erkannt wird.

Zukünftige Entwicklung von tourismusbedingten Emissionen

Mit dem Wachstum der Weltbevölkerung ist auch mit einer stark wachsenden globalen Mittelschicht zu rechnen, welche sich bis 2035 verdoppeln soll. (City Loops, 2020) Die Nachfrage nach Reisen wird wachsen und das sogar schneller als der Konsum anderer Produkte und Dienstleistungen, so die Studie der University of Sydney. „Sollte sich der gegenwärtige Trend [hin zu mehr Reisen] nicht ändern, werde der tourismusbedingte klimaschädliche Ausstoß [in 2025] 6,5 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalente betragen.“ Dies entspricht einem Wachstum von über 40% seit 2013. Kaum vorzustellen, wie sich die Werte bis 2035 verändern werden. Unter optimistischen Bedingungen können diese auf 5 Milliarden Tonnen begrenzt werden. (Zeit Online, 2018) Doch welche Möglichkeiten für Klimaschutz im Tourismus gibt es?

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Was kann der Tourismus für den Klimaschutz tun?

Wie identifizieren Sie, wo Sie wirklich Auswirkungen aufs Klima haben?

Zunächst einmal muss analysiert werden, wo im Unternehmen oder in der Kommune überhaupt CO2-Emissionen entstehen. Welche Geschäftsbereiche sind wesentlich in der Klimawirkung? Ein Carbon Management zielt auf die systematische Erfassung, Vermeidung, Reduzierung und Substitution bzw. Kompensation von Treibhausgasen ab. Es schließt ebenso eine Kommunikation dieser Aktivitäten mit ein. In unserem Blogbeitrag Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Klimaschutz erklären wir, welche Schritte hin zu einem Carbon Management nötig sind und wie wie sich Kliamschutz startegisch verankern lässt. Der erste Schritt ist dabei die Messung des CO2-Fußabdrucks, welche Wirkungen und Hebel identifiziert. Hier haben wir einfache Anleitung zur Berechnung der CO2-Bilanz zusammengestellt.

Strategien für Klimaschutz im Tourismus

Klimaschutz-Strategien durch innerbetriebliches Managements

Es gibt unterschiedliche Ansätze, um Klimaschutz im Tourismus zu verfolgen. Ein Ansatz ist die Veränderung des innerbetrieblichen Managements. Wo gibt es Optimierungspotenzial? Wo kann Energie effizient genutzt werden? Wie können beispielsweise Lieferketten und Logistik klimafreundlich verbessert werden? Welche Marketing-Instrumente können extern Gäste und intern Mitarbeitende sensibilisieren? Welche Schulungen eignen sich, um eine Verhaltensänderung im Betrieb anzustoßen, durch welche Emissionen eingespart werden können?

Hier bestehen Überschneidungspunkte zur Verkehrsmittelwahl. Gerade im Tourismus gibt es diverse Hebel, angefangen von der Mobilität der Mitarbeitenden über die Mobilität der Gäste hin zur Mobilität der Lieferanten, Partner oder andere Akteure in der Wertschöpfungskette, wie Agenturen. Wie kann ein Leistungsträger jeweils Einfluss ausüben auf deren Verkehrsmittelwahl?

Klimaschutz-Strategien durch Produktveränderung

Wie kann ein Leistungsträger mit der Zusammenstellung der eigenen Produkte, also Übernachtungen oder Paketangeboten, einer Pauschalreise, etc., Einfluss ausüben? Die Strategie der Produktveränderung zielt genau auf die Optimierung bestehender Produkte auf ihre Klimawirkung ab. Wie können Sie das Angebot so verändern, dass es von Kund*innen nachgefragt wird und eine positivere Wirkung auf das Klima hat? Wie können Sie das Verhalten der Gäste beeinflussen, also eine Verhaltensänderung durch Angebotsänderung schaffen? Beispiele für eine klimafreundlichere Gestaltung der Produkte sind z.B. der Ersatz von motorisierten Aktivitäten mit nicht-motorisierten wie Fahrrad, Förderung von Naherholungsangeboten oder Verlängerung der Aufenthaltsdauer durch z.B. bessere Vermarktung des Zielgebiets. Projektionen zeigen, dass sich mittels Verhaltensänderungen die höchsten Emissionseinsparungen erzielen lassen.

Klimaschutz-Strategien durch Produktinnovation

Noch stärker können diese positiven Wirkungen bei vollständigen Produktinnovationen sein, so z.B. Virtual Reality Reisen, welche Nutzer*innen im Nu an andere Orte der Welt teleportieren. Gerade unter momentanen Covid-19-Reisebeschränkungen könnte diese Art des Reisens verstärkt nachgefragt werden – einhergehend mit enormen Einsparungen an Treibhausgasen im Vergleich zum Reisen.

Klimaschutz-Strategien durch technologischen Wandel

Beim technologischen Klimaschutz steht das Thema Effizienz im Vordergrund. Wie kann man mittels technologischem Fortschritt die Energieeffizienz erhöhen? Beispiele hierzu sind die Entwicklung und Nutzung alternativer Treibstoffe für Airlines, regenerativer Energien in Pensionen oder die Sanierung von Hotelgebäuden hin zur Energieeffizienz. Kompensationsinitiativen zur Kompensation des CO2-Fußabdrucks unterstützen häufig die Weiterentwicklung von Technik.  

Dabei kann Kompensation von Nachfragern als auch Anbietern verfolgt werden, z.B. indem durch das Hotel verursachte Emissionen oder Reisen von Reiseleitungen kompensiert werden. Wichtig ist, dass zunächst eine Verringerung der Emissionen im Produkt oder Unternehmen selbst angestrebt werden sollte und damit auf eine Verbesserung der Klimaleistung hingewirkt wird, bevor eine Kompensation möglicherweise (noch) nicht auszuschließender Emissionen stattfindet.

Sie suchen nach konkreten Klimaschutz-Maßnahmen im Tourismus?

Nützliche Klimaschutzmaßnahmen für touristische Akteure haben wir in unserem Blogartikel Klimaschutz im Tourismus umsetzen: 40 wertvolle Maßnahmen zusammengestellt für

Gerne beraten wir Sie zu mehr Nachhaltigkeit im Tourismus. Fragen Sie uns an, wie Sie als Tourismusakteur Ihre positiven und negativen Auswirkunegn identifizieren und managen können. Hier mehr zu unseren Leistungen für touristische Akteure.

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Klimawandel und Tourismus: Welche Regionen sind betroffen und was kann getan werden?

Der Tourismus trägt zum Klimawandel bei und ist gleichzeitig bedroht von ihm. Die Risiken für den Sektor sind bezeichnend. Es gibt aber auch Chancen. Wichtig ist, frühzeitig zu erkennen, wie sich das Klima in der Region verändert. Was können Destinationen und Tourismusunternehmen für Klimaanpassung tun? Der Artikel hilft außerdem zu verstehen, wie Klimaanpassung und Klimaschutz in Zusammenhang stehen.

Inhalt:

Vom Klimawandel betroffene Tourismusregionen

Globale Klimaveränderungen

Das Klima ändert sich weltweit, wie Wetterdaten zeigen. Auswirkungen sind vielerorts zu spüren, angefangen vom Gletscher- und Eisschwund in der Arktis einhergehend mit steigendem Meeresspiegel. Dieser führt zu einem Schwund an Stränden und bedroht besonders Inselstaaten und Küstenstädte. Bei einem Anstieg von 2 Grad Celsius sind aufgrund des einhergehenden Meeresspiegelanstiegs laut Berechnungen der UNESCO mehr als 15% aller Welterbestätten bedroht. Noch drastischer zeigt sich das Szenario, wenn alles Eis schmilzt. Simulationen hierzu hat die National Geographic aufgestellt (National Geographic, 2013) Daraus resultierende Fluchtbewegungen können zum Verlust von Tradition führen. Neben der Kultur ist auch die Biodiversität bedroht. Die Population in der Tierwelt ist in den letzten 50 Jahren um mehr als 2/3 geschrumpft, so der WWF Living Planet Report 2020. (Anmerkung der Redaktion: Klimawandel ist hierbei nur ein Grund). Davon sind Regionen weltweit betroffen, die an touristischem Potenzial verlieren.

Wie verändert sich das Klima in deutschen Tourismusregionen?

Klimaveränderungen zeigen sich auch in Deutschland. Klimaindikatoren, wie Jahresmitteltemperatur, Hitzeintensität, Extremwettertage, zeigen ein eindeutiges Bild. In Deutschland wird bspw. ein Anstieg der Jahresmitteltemperatur um ca. 4 Grad bis 2100 und eine Vervierfachung der Hitzetage (> 30°C) gegenüber 1961-1990 prognostiziert. In einigen Destinationen haben sich die Hitzetage bereits zwischen 1961-1990 und 1990-2019 vervierfacht, so z.B. am Bodensee oder im Allgäu. In der Zugspitzregion sind die Schneetage im gleichen Zeitraum um 13 % zurückgegangen. An der Ostsee, der Mecklenburgischen Seenplatte und Städten wie Dresden ist die Temperatur um mehr als 1 Grad Celsius gestiegen zwischen 1961-1990 und 1990-2019. Bis 2100 sollen sich diese Indikatoren stark verschärfen. (Klimaveränderungen am Bodensee, im Allgäu, in der Zugspitz-Region, in Dresden, Ostsee, Mecklenburgische Seenplatte)

Klimaveränderungen Stadt Dresden (Klimainformationssystem, 2020)

Was bedeutet der Klimawandel für den Tourismus?

Reiseziele im Klimawandel

Warum ist es für Tourismusanbieter wichtig über Klimaveränderungen Bescheid zu wissen? Der Tourismus ist besonders sensibel gegenüber Wetter- und Klimaveränderungen. Bleibt der Schnee aus, fällt die Skisaison aus. Schauen wir nicht bis in die Alpen oder ins Erzgebirge (Studie „Schneesicherheit in Sächsischen Skigebieten nimmt ab“, 2020), sondern nach Dresden, so erkennen wir auch hier Veränderungen: Die Hochwasser 2002 und 2013 führten zu einem vollständigen Erliegen des Tourismus. In den Dürresommern 2018 und 2019 im Kontrast konnte die Dampfschifffahrt auf der Elbe aufgrund der niedrigen Pegelstände ihr Angebot nicht aufrechterhalten. Im Spreewald wiederrum nehmen Wasserqualität und Wasserstände in einem bedrohlichen Maße ab, dass bis heute zahlreiche Wasserstraßen und Kanäle nicht befahrbar sind. (Reihe „Savanne Oberlausitz“ Sächsische Zeitung, 2020) In der Sächsischen Schweiz wurde die Wegequalität aufgrund der Räumarbeiten mit Großmaschinen infolge des Borkenkäfereinschlags stark in Mitleidenschaft gezogen.

Folgen des Klimawandels für den Tourismus

Das Klima beeinflusst also den Tourismus in Form von Länge und Qualität einer Saison, Wasserqualität und Wasserständen in Gewässern, Biodiversität, Naturgefahren, Pollen und Krankheitserregern, wetter- und klimaabhängigen touristischen Aktivitäten sowie Kosten für Betrieb und Instandhaltung von touristischen Infrastrukturen.

Gleichfalls zeigt dies, dass Klimaveränderungen zum Verlust von touristischem Angebot führen können. Der Tourismus ist womöglich mehr als jede andere Branche auf ein funktionierendes ökologisches und soziales Umfeld angewiesen. Die Verletzlichkeit gegenüber Umweltschäden, den Folgen des Klimawandels, Sicherheitsproblemen und Gesundheitsrisiken ist besonders hoch. Letzteres sehen wir am aktuellen Beispiel. Der Tourismus muss sich also dem Klimawandel anpassen.

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Was braucht es für eine Klimaanpassung?

Klimaanpassungsprozess gestalten

Klimaanpassung identifiziert die Gefahren und kann damit Schäden minimieren. Im besten Fall können Tourismusunternehmen und Destinationen zu erwartende Veränderungen sogar zu ihrem Vorteil nutzen. Ziel sollte eine proaktive und langfristige Planung auf strategischer Ebene sein, welche sich in die Gesamtstrategie, z.B. einer Destination, einschmiegt. Dies impliziert, dass ein Klimaanpassungskonzept nicht losgelöst von bereits bestehenden Prozessen und Stakeholdern stehen sollte, sondern in einem integrativen Beteiligungsprozess erarbeitet und in einer Gesamtstrategie verankert werden sollte.  Der erste Schritt für den Prozess ist es, Potenziale und Risiken des Klimawandels zu identifizieren und daneben Stakeholder für das Thema zu sensibilisieren. So ist im nächsten Schritt eine gemeinsame Strategiearbeit auf Augenhöhe möglich. Im Anschluss ist es wichtig, die Strategie auszuführen. Darin festgesetzte Maßnahmen sollen gemeinsam umgesetzt werden. Die Ergebnisse sind in der Folge zu bewerten und darauf aufbauend Verbesserungsmaßnahmen zu entwickeln, z.B. durch nachhaltige Innovationen und neue ambitionierte Ziele.

1. Potenzial- und Riskoanalyse

Klimainformationssystem

2. Sensibilisierung der Akteure

IPCC Kernergebnisse zum Klimawandel im Tourismus

3. Strategie- und Maßnahmenplanung

Leitfaden Anpassung an den Klimawandel

4. Maßnahmenumsetzung

5. Messung, Bewertung und Verbesserung

Risiken und Potenziale des Klimawandels erkennen – Fragen für Destination und Leistungsträger

Tourismusunternehmen und Destinationen können ihre Chancen und Risiken zum Beispiel anhand folgender Fragen identifizieren:

  • Welche Folgen des Klimawandels sind vor Ort zu erwarten?
  • Wie wirkt sich das auf die Nachfrage aus?
  • Wie hoch ist das Klimarisiko bei Konkurrenten oder Konkurrenzregionen?
  • Welches ungenutzte Potenzial hat die Region?
  • Welche Zielgruppen müsste man für dieses Potenzial ansprechen?

Wo erhalten Sie Informationen zu den Klimaveränderungen in Ihrer Tourismusregion?

Die Grundlage einer Risiko- und Potenzialanalyse ist der Blick auf Historien und Prognosen der Klimaveränderungen in Reisegebieten. Dafür gibt es hervorragende Tools.  Diese stellen Informationen zu den Indikatoren zur Verfügung. Wir empfehlen das Klimainformationssystem (hier entlang), welchem die Messdaten des Deutschen Wetterdienstes zugrunde liegen. Es zeigt die mittleren klimatischen Veränderungen im Zeitvergleich in allen Tourismusregionen in Deutschland. Es erlaubt sowohl den Blick auf bisherige Klimaveränderungen als auch Voraussagen zu künftigen Entwicklungen. Ein weiteres wertvolles Tool ist das ReKIS (hier entlang). Dieses Regionale Klimainformationssystem ist speziell auf die Anforderungen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zugeschnitten.

Starkregenereignisse in Mexiko (Genaro Servín von pexels)

Risiken für die Destination, wenn nichts getan wird

Nehmen wir das Beispiel Skigebiete zur Hand, wird schnell klar, was eine Nichtanpassung bedeutet. Die Wintertouristen erwarten Skipisten im Topzustand und ein winterliches Landschaftsbild mit schneebedeckten Bergen. Wird das Zielgebiet diesem Anspruch nicht gerecht, werden Reisende die Destination wechseln – und tun dies auch. Gefällt es ihnen heute nicht in A, fahren sie morgen nach B. Die Folge sind ausbleibende Gästezahlen bis hin zum wirtschaftlichen und sozialen Schaden der gesamten Destination einschließlich der Leistungsträger. Auch ökologische Folgen können enorm sein z.B. durch Biodiversitätsverluste oder zusätzliche Emissionen infolge von Beschneiung, welche den Klimawandel weiter anheizen. Daneben entsteht ein finanzieller Mehraufwand durch Versuch der Herstellung des Normal- oder Ursprungszustands, aber auch durch explodierende Versicherungskosten.

8 Maßnahmen zu Klimawandel im Tourismus

Maßnahmen zur Klimaanpassung

Lösungsansätze für eine Klimaanpassung können unterschiedlicher Natur sein. Dies hängt ganz von der antizipierten Klimaveränderung in der jeweiligen Tourismusregion ab. Sinkende Wasserstände machen andere Anpassungsmaßnahmen nötig als zunehmende Extremwetterlagen. Steigt beispielsweise die Jahresmitteltemperatur in einer Wanderregion, ergeben sich Potenziale, wie die Nutzung der Nebensaison. Hotels können dies in ihrem Marketing berücksichtigen, entsprechende Angebote stricken und so auf eine stabile Auslastung über das Jahr hinweg hinwirken. Dies kann positive Effekte auf das Personalmanagement intern und die Lenkung von Besucher*innen extern haben. Ist mit häufigeren Extremwetterlagen zu rechnen, bieten sich konsequenterweise bei Leistungsträgern Schulungen der Mitarbeitenden zum Verhalten in Krisensituationen an. Als Kommune oder Destinationsmanagementorganisation (DMO) können Notfallpläne Schäden und Risiken reduzieren. Wichtig ist ein holistisches Bild der Lage, um nicht Maßnahmenkonflikte zu forcieren. Beispielhaft können folgende Lösungsansätze einer strategischen Klimaanpassung dienen bei folgenden Klimaveränderungen:

Steigende Jahresmittel-temperatur

Nutzung der Nebensaison ausbauen

Outdooraktivitäten fördern und vermarkten

Zunehmende Extremwetterlagen

Hochwasserschutz und Überschwemmungsflächen erweitern

Krisen- und Notfallpläne erarbeiten

Sinkende Wasserstände und -qualität

Wasserrückhaltung und Wassereinsparung intensivieren

Renaturierung und Selbstreinigungskraft stärken

Abnehmende Schneetage

Neue Angebote schnüren und neue Zielgruppen ansprechen

Dynamischen Naturschutz fördern

Klimaanpassung und Klimaschutz müssen Hand in Hand gehen

Kurzfristig effektive, jedoch langfristig schädliche Lösungen, wie künstliche Beschneiung, sollten genau abgewogen werden. Diese können den Klimawandel weiter verstärken. Sie können die Destination sogar langfristig schädigen und noch intensivere Anpassungszwänge erfordern. Deshalb sollten sie als Lösung nicht in Betracht gezogen werden. Eine langfristige Anpassung hingegen schließt Klimaschutzziele mit ein. Der Klimaschutz ist ein wichtiges Instrument, um letztlich das ökologische und soziale Umfeld zu schützen, auf welches der Tourismus so stark angewiesen ist. Hierfür können Tourismusunternehmen und Destinationen Klimaschutz und Klimaanpassung kombinieren. Wie man Klimaschutz im Tourismus umsetzen kann, lesen Sie in unseren Blogartikeln Klimaschutz im Tourismus: 4 Strategien, die auf dem Weg helfen und Klimaschutz im Tourismus umsetzen: 40 wertvolle Maßnahmen.

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Franziska Kramer
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Wir arbeiten mit Unternehmen an Nachhaltigkeit.
Strategie, Controlling und Unternehmenskultur für Nachhaltigkeit.

Bei komplexen Themen wie diesem beraten wir, sind Sparringspartner oder Impulsgeber. Wenn Sie mehr zu dem Thema erfahren oder es sogar selbst angehen wollen, schreiben Sie uns gern:

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Positive und negative Auswirkungen des Tourismus auf Nachhaltigkeit

Der Tourismus zeigt klar positive und negative Wirkungen auf Nachhaltigkeit. Welche sind das und kann man bewerten, welche überwiegen?

Inhalt:

Welche positiven Wirkungen hat der Tourismus auf Nachhaltigkeit?

Reisen so beliebt wie nie zuvor

Seit 2050 sind die Auslandsreisen weltweit um mehr als das 50-fache gestiegen. Während international 25 Mio. Menschen in 1950 reisten, waren es 2018 mehr als 1.400 Mio. Menschen. Spannend ist, dass der Inlandstourismus diese Zahlen um ein Vielfaches übersteigt. Schätzungen gehen davon aus, dass der Inlandstourismus in etwa 5-10 x so groß ist wie internationale Reisebewegungen. Der Boom im Reisemarkt zeigt sich ebenso in Deutschland. Auch im internationalen Vergleich liegt Deutschland an der Spitze und belegt Platz 3 bei den Gesamtausgaben für Tourismus. Dies wird nur übertroffen von den USA (2) und China (1). (UNWTO – World Tourism Barometer, 2019, Our World in data)

Internationale Ankünfte auf Rekordniveau

Tourismus ist Motor für die Weltwirtschaft

Reisen ist also eine immer beliebtere Freizeitaktivität und dies schlägt sich auch in den Wirtschaftsdaten nieder. Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige weltweit. Gemessen am weltweiten Exportumsatz belegt diese Querschnittsbranche den dritten Platz nach 1. Brennstoffen und 2. Chemie. Der Tourismus rangiert damit als Wirtschaftszweig noch vor 4. Lebensmitteln und 5. Kraftfahrzeugen. (UNWTO, 2019)

Tourismus trägt wesentlich zum BIP bei

Global macht er 10 % der Wirtschaftsleistung aus. In spezifischen Staaten zeigt sich sogar eine noch höhere Abhängigkeit der Gesamtwirtschaft vom Tourismus. (Statista, 2018) So macht der Tourismus einen unverzichtbaren Wirtschaftszweig in vielen Inselstatten oder Ländern im globalen Süden aus. Die Seychellen und Malediven hängen mit fast 70 % Anteil des Tourismus am BIP stark vom Tourismus ab. Kambodscha rangiert bei 30%. In diesen Ländern ist der Tourismus häufig Hauptdevisenquelle und somit Voraussetzung für eine Teilnahme am Weltmarktgeschehen. Aber auch in Europa hat der Tourismus eine hohe Bedeutung für die Wirtschaft, so z.B. in Island mit einem Anteil von > 30 % oder Kroation und Griechenland mit > 20 % am BIP. Auch in rasant wachsenden Volkswirtschaften wie China (11 %) oder etablierten Industrieländern wie Deutschland (8,6 %) und Frankreich (9,5 %) ist die Bedeutung des Tourismus für die Wirtschaft wesentlich. (WTTC, World Travel and Tourism Council)

Tourismus ist die drittwichtigste Branche weltweit

Tourismus sorgt für Wohlstand

Als dienstleistungs- und damit arbeitskräfteintensive Branche schafft der Tourismus hunderte Millionen Jobs weltweit und sorgt damit gerade auch in wenig entwickleten Regionen oder für sozial schwächer Gestellte Beschäftigungsmöglichkeiten. Jeder 10. Arbeitsplatz ist im Tourismus und sichert somit Existenzen und Lebensgrundlagen. Dabei fallen nicht nur direkt mit dem Tourismus im Zusammenhang stehende Branchen ins Gewicht. Zahlreiche indirekt verknüpfte Wirtschaftsbereiche sichern den Lebensunterhalt zahlloser Familien. (Tourism Watch Bildungsmaterial Verantwortungsvoll Reisen, 2019) In Deutschland trägt der Tourismus sogar 12% zur Beschäftigung bei. (Statista, 2019) Besonders jedoch in strukturschwachen Entwicklungs- und Schwellenländern sorgen die durch die Reisebranche verbesserten Einkommensverhältnisse als Treiber für Wohlstand. Gerade deshalb ist Covid-19 in diesen Ländern nicht nur ein Schock, sondern eine Tragödie, welche hunderte Millionen Menschen an den Rand der Existenz treibt. (diverse Artikel von Tourism Watch, z.B. Indien, 2020)

Tourismus fördert Dialog, Toleranz und Bildung

Neben der positiven wirtschaftlichen und sozialen Wirkung kann der Tourismus auch einen Beitrag zur Bildung leisten. Interkulturelle Begegnungen können Akzeptanz und Toleranz stärken und einen wertvollen Beitrag zur Inklusion leisten. Darüber hinaus findet ein globales Lernen statt, indem zum Beispiel wertvolle Geschäftspraktiken ausgetauscht werden. Wie werden Kulturgüter erhalten? Wie wird Landwirtschaft betrieben? Dies passiert in beide Richtungen, das heißt einerseits bei Reisenden, die ihre Erfahrungen im Quellmarkt verbreiten. Andererseits können Ortansässige von Reisenden lernen. Tourismus fördert so den Austausch und das Lernen voneinander weit über den touristischen Sektor hinaus.

Tourismus fördert den Schutz von Natur- und Kulturgütern

Reisegründe sind meist das schöne Wetter, Erholung, aber auch Natur und Kultur. Der Tourismus ist also auf deren Erhalt besonders angewiesen und kann positiv auf die Schaffung von Naturschutzgebieten oder den Erhalt von Kulturgütern durch Restauration etc. wirken.

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Welche negativen Wirkungen hat der Tourismus auf Nachhaltigkeit?

Ökologische Wirkungen

Klimawirkung des Reisens heizt Klimawandel an

Jedoch zeigt der Tourismus ebenfalls negative Wirkungen. Der Tourismus führt zum Beispiel zu wesentlichen CO2-Emissionen weltweit. Die An- und Abreisen sowie die Fortbewegung vor Ort in einer Tourismusregion verursachen Treibhausgase, insbesondere der Flugverkehr. Der hohe Verbrauch von fossilen Energieträgern bei Start und Landung macht besonders Kurzstreckenflüge klimaschädlich. Auch der Individualverkehr per Auto führt zu einem vergleichsweise hohen Fußabdruck. Insgesamt lassen sich 5-8% der globalen Emissionen auf den Tourismus zurückführen. (UBA, 2020)

Umweltwirkung der Verkehrsmittel im Vergleich (Tourism Watch Bildungsmaterial Verantwortungsvoll Reisen, 2019)

„Projektionen zufolge werden die tourismusbedingten Emissionen zwischen 2005 und 2035 um 130 Prozent zunehmen, sich also mehr als verdoppeln. […] 95 % der Emissionen  sind auf Verkehr und Gebäude zurückzuführen.“ (Kernergebnisse IPCC, 2016) Davon entfallen knapp 45 % Luftverkehr, obwohl nur 17 % der Reisen mit dem Flugzeug erfolgten. Entsprechend zeigt sich klar, dass Einsparungen im (Flug)Verkehr und durch Gebäudeeffizienzen maßgeblich für das Klimaschutzpotenzial der Branche sind.

Reisende verbrauchen knappe Ressourcen

Reisende verbrauchen knappe Ressourcen. So fallen Hauptreisezeiten zumeist in trockene, regenarme Jahreszeiten, in welchen Wasser knapp ist und zur Versorgung der Bevölkerung und Sicherung der Landwirtschaft wichtig ist. Werden diese Ressourcen zusätzlich durch Touristen mit einem häufig höheren Pro-Kopf-Verbrauch in Anspruch genommen, kommt es gleich zu einer doppelten Verknappung. Ein Beispiel dafür ist Sansibar. In der ariden Periode strömen besonders viele Touristen in dieses afrikanische Land. Schaut man auf den Wasser-Pro-Kopf-Verbrauch in Luxushotels, ist dieser 35x so groß wie in einem Privathaushalt. Neben dem Wasserverbrauch können durch Touristen auch andere lebensnotwendige Ressourcen vor Ort verknappt werden, wie Holz, Wohnraum etc.

Traumurlaub = Müllparadies?

Nicht minder problematisch zeigt sich der Umgang mit Müll. Aufgrund fehlender Entsorgungssysteme wird der Müll hauptsächlich unter offenem Himmel verbrannt. Die Folge sind die Entstehung von Treibhausgasen und hochgiftigen Kleinstpartikeln und deren Verteilung in Boden, Wasser und Luft. Gängige Praxis der Vergangenheit war außerdem die Verkippung im Meer. Fällt durch Reisende zusätzlich Extra-Müll an, möglicherweise durch den Konsum von Importware und Einwegprodukten anstelle von unverpackter Regionalware begünstigt, belastet dies das ohnehin fragile System. Auf den Malediven beispielsweise entstehen täglich 3,5 kg Müll pro Gast, welche sich auf 500 t pro Tag aufsummieren. Momentan gibt es kein Entsorgungssystem. Deshalb wurde eine komplette Insel als Mülldeponie freigegeben, Thilafushi, wo täglich die Verbrennung unter freiem Himmel stattfindet. (Die Malediven – ein Müllparadies?)

Touristische Infrastruktur belastet die Natur

Touristische Infrastrukturen belasten die Natur und versiegeln Flächen. In Asien beispielgweise wurde der Nationapark an China verkauft. Neben Flughafen und fünfspuriger Autobahn entstehen dort Golfplatz und und Luxusresorts. Im Fokus stehen wirtschaftliche Interessen anstelle den Schutzes von dort lebenden vom Aussterben bedrohten Arten. In Europa treten infrastrukturelle Umweltschäden zum Beispiel am Mittelmeer auf. Fundamentale Hotelbauten und Betonhochburgen zielten darauf ab, besonders viele Gäste unterzubringen. Diese ordnen sich nur selten in eine lokale Bauweise ein und versiegeln großflächig Böden. Zudem werden maritime Ökosysteme durch Abwasser und Müllverschmutzung enorm belastet. (Mittelmeer, 2020) Auch die Hotspots in den Alpen sind stark belastet. (Alpen, 2020)

Probleme des Massentourismus

Massentourismus verursacht Umweltschäden

Nimmt eine Destination mehr Touristen auf, als sie verkraftet, schadet dies nachhaltig Natur und Kultur. Sie kennen sicher die Traumstrände dieser Welt? So z.B. die Maya Bay bei der thailändischen Insel Ko Phi Phi, auch bekannt als „The Beach“? Die Überlastung mit massenhaften Touristenströmen und Schiffanreisen führte zu massiven Umweltschäden im Wasser und am Strand. Eine aufwendige Sanierung ist unabdingbar. Dies haben auch Behörden erkannt und die Schließung veranlasst. Seit 2018 ist der Strand nun auf unbekannte Zeit gesperrt bis zum heutigen Tage. (Maya Bay, 2018) Es gibt eine Vielzahl solcher Fälle, so z.B. die Insel Komodo, wo eine Verfünffachung der Besucherzahl eine drastische Störung der Biodiversität zur Folge hat. (Komodo, 2019).

Tourismus-Monowirtschaft ist risikoreich

Neben Umweltschäden können auch die Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung negativ sein. Besonders wenn eine gesunde Relation von Urlaubern und Einheimischen überschritten ist, können Vor-Ort-Verhältnisse nachhaltig gestört werden. Ursprüngliche Wirtschaftszweige sterben aus, weil sie nicht mehr attraktiv sind, z.B. lokales Handwerk und Landwirtschaft. Die Entwicklung weg von Eigenversorgung hin zum Einkauf von Importwaren, besonders aber die allgemeine Ausrichtung auf einen oder wenige Wirtschaftszweige schafft gefährliche Abhängigkeiten und Risiken, wie die Corona-Pandemie besonders gut zeigt.

Soziale und kulturelle Wirkungen

Import verringert Wohlstand vor Ort

Abhängigkeiten werden außerdem durch den Import von Leistungen geschaffen, z.B. Bau von Tourismusinfrastruktur oder internationale (Hotel)Ketten. Entsprechende Firmen schöpfen Gewinne vor Ort ab. Gut bezahlte Arbeitsplätze gehen an ausländische Kräfte. Somit reduzieren sich lokale Wertschöpfung und soziale Entwicklungschancen vor Ort erheblich. Eine positive Wirkung fällt gering aus. Ein Anstieg des Preisniveaus kann sogar das Niveau des Wohlstands verringern und Bewohner*innen verdrängen. So werden auch in Deutschland Effekte wie Anstieg der Lebenshaltungskosten, Wohnraumverknappung und steigende Mieten als Folge von steigenden Tourismuszahlen wahrgenommen. (Statista, 2019)

Schlechte Arbeitsbedingungen

Ein großer Vorteil ist, dass Beschäftigungsmöglichkeiten im Tourismus für viele Menschen zugänglich sind. Jobs erfordern meist nur eine geringe Qualifikationen. Dies bedeutet aber auch, dass die Arbeitskräfte schnell ausgetauscht werden können und soziale Faktoren, wie gerechte Entlohnung, meist schlecht ausgeprägt sind. Gravierend ist dies besonders im informellen Sektor, der von fehlender sozialer Absicherung und schlechten Arbeitsbedingungen gekennzeichnet ist, in dem jedoch leider ca. 50% der Arbeitsplätze im Tourismus angesiedelt sind. Selbst jedoch in einem stark regulierten Land wie Deutschland geht die Hans-Böckler-Stiftung davon aus, dass das Gastgewerbe der Sektor ist, in dem es am häufigsten zur Umgehung des Mindestlohns kommt. (vgl. Tourism Watch Bildungsmaterial Verantwortungsvoll Reisen, 2019)

Verlust von Kultur und Tradition

Problematisch am Massentourismus ist außerdem, dass lokale Kultur und Tradition durch die permanente übermäßige Präsenz anderer Kulturen verloren geht. Häufig passiert dies im Sinne einer Verwestlichung. Westliche Produkte, Dienstleistungen und Speisen werden mehr nachgefragt werden als lokale. Aber sogar Verhaltensweisen und Traditionen bis in den Alltag hinein können unwiderbringlich abgewandelt werden.

Übersicht der positiven und negativen Wirkungen des Tourismus auf Nachhaltigkeit

Jetzt einen Tourismus mit Zukunft gestalten!

Nachhaltigkeit ist Selbsterhalt

Der Tourismus hat positive, jedoch auch negative Wirkungen auf eine Vielzahl an ökologischen, sozialen, kulturellen und ökonomischen Ressourcen. Besonders ökologische und kulturelle Schäden können gravierend sein und eine negative Rückkopplung auf Wirtschaft und Gesellschaft auslösen. Allein dies ist Grund genug, eine nachhaltige Entwicklung im Tourismus zu fördern und damit den Selbsterhalt der Branche zu gewährleisten.

  • Ein nachhaltiger Tourismus sollte zum Ziel haben, Ansprüche von Reisenden als auch Bevölkerung im Zielgebiet zu berücksichtigen und Ressourcen so zu nutzen, dass ökonomische und soziale Bedürfnisse langfrisitg gesichert werden können und gleichzeitig Kultur und Umwelt erhalten bleiben. (in Anlehnung an die Definition der UNWTO)

Tourismus und die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN

Um dies zu erreichen, braucht es Ziele. Ideal ist, Ziele in bereits bestehende Rahmen einzuordnen. Dazu eignen sich zum Beispiel die Sustainable Development Goals, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Der Tourismus mit allen vor- und nachgelagerten Branchen kann die Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele positiv unterstützen und zu allen dieser 17 Ziele direkt oder indirekt beitragen. Die Welttourismusorganisation UNWTO erwähnt die Verantwortung des Tourismus explizit in den Zielen 8 – Menschenwürdige Arbeit und inklsuives, nachhaltiges Wachstum, 12 – Nachhaltiger Konsum und Produktion und 17 – starke Partnerschaften zur Erreichung der Ziele. Offensichtliche Anknüpfungspunlte bestehen außerdem im Ziel Nummer 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz aufgrund der Klimawirkung des Reisens. Weil der Tourismus so viele Menschen weltweit beschäftigt, hat er außerdem eine besondere Rolle für die Ziele 1 bis 4, weniger Armut, kein Hunger, Gesundheit sowie Bildung (Tourismus und die SDGs)

Tourismus hat besonderen Einfluss auf die Nachhaltigkeitsziele SDG8, SDG12, SDG13 und SDG17 sowie SDG1 bis 4; Bildverwendung mit freundlicher Genehmigung von (c) www.un.org/sustainabledevelopment/ Hinweis: “The content of this publication has not been approved by the United Nations and does not reflect the views of the United Nations or its officials or Member States“

Verantwortung wahrnehmen

Die Tourismuswirtschaft, aber auch Reisende selbst, können und müssen ihren Beitrag leisten und ihre positiven Auswirkungen maximieren und ihre negativen minimieren. Für Antrieb dürften die Entwicklungen im Markt sorgen: Wachsende Nachfrage sorgt für großes Potenzial, wenn Sie Nachhaltigkeit zum Teil Ihres Geschäfts machen – besser jetzt als zu spät – und ist wegweisend für Risikomanagement und Resilienz gegenüber Krisen.

Nachhaltigkeit ist Risiko- und Krisenmanagement

Wie man Risiken des Klimawandels in Chancen umwandelt, lesen Sie in unserem Blogbeitrag Klimawandel und Tourismus: Welche Regionen sind betroffen und was kann getan werden?. Mehr über Klimaschutz im Tourismus lesen Sie in unseren Blogartikeln Klimaschutz im Tourismus: 4 Strategien, die auf dem Weg helfen und Klimaschutz im Tourismus umsetzen: 40 wertvolle Maßnahmen.

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Ich stehe mit Rat und Freude bereit.

Franziska Kramer
Themenbereich Nachhaltiger Tourismus

01520-6208119 | f.kramer@plant-values.de

Wie kann man selbst nachhaltiger reisen?

Auch Sie hat das Fernweh gepackt? Sie reisen gerne und entdecken gerne die Welt? Dann haben wir hier ein paar Tipps, Tricks und Kniffe, wie Sie nachhaltiger reisen können. Wir alle bestimmen mit unserem persönlichen Verhalten positive wie negative Effekte auf Kultur und Natur mit.

Gerne beraten wir Sie zu mehr Nachhaltigkeit im Tourismus. Fragen Sie uns an, wie Sie als Tourismusakteur Ihre positiven und negativen Auswirkunegn identifizieren und managen können. Hier mehr zu unseren Leistungen für touristische Akteure.

Tourismus oder Reisen?
Hier eine begriffliche Einordnung: Tourismus bezeichnet und umfasst die Gesamtheit aller Aktivitäten und Beziehungen, welche mit der Fortbewegung und dem Aufenthalt an einem Reiseziel außerhalb des üblichen Lebensmittelpunktes oder Arbeitsortes in Zusammenhang stehen. Während das Reisen eher die Aktivität an sich widerspiegelt, stellt der Begriff Tourismus die wirtschaftliche Einordnung als Branche in den Vordergrund. Im sprachlichen Gebrauch werden beide Begriffe teils synonym verwendet.

Wir arbeiten mit Unternehmen an Nachhaltigkeit.
Strategie, Controlling und Unternehmenskultur für Nachhaltigkeit.

Bei komplexen Themen wie diesem beraten wir, sind Sparringspartner oder Impulsgeber. Wenn Sie mehr zu dem Thema erfahren oder es sogar selbst angehen wollen, schreiben Sie uns gern:

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