>50 Nachhaltigkeit-Tipps | Teil 1 Grünes Marketing, Grüne Technik

Viele Unternehmen fragen uns, was sie denn alles tun können, um nachhaltiger zu werden. Die Antwort darauf endet meist in einem halbstündigen Monolog.

Da wir uns auch im Kern nicht um die vielen kleinen Dinge kümmern, die ein Unternehmen verändern kann, um nachhaltiger zu werden – sondern wir Organisationen dabei begleiten selbst zu erkennen, wie sie Nachhaltigkeit strategisch verankern können, schreiben wir unsere Tipps in ein paar Blogbeiträgen auf.

Mit dieser kleinen Reihe wollen wir also verschiedenste Tipps und Ideen vorstellen, wie man das eigene Unternehmen nachhaltiger gestalten kann. Von schnell umsetzbaren Tricks bis zu ausgefallenen grünen Kampagnen.

In dem ersten Beitrag der Reihe stellen wir Ideen für Nachhaltiges Marketing (Green Marketing) und oft einfach Tipps für umweltfreundliche Techniknutzung vor.

Nachhaltige Ideen fürs Marketing

1. Green Graffiti

Aus Moos, Gras und anderem Grün lassen sich eindrucksvolle „Graffitis“ an Fassaden und auf Plakatwänden gestalten. Ein echter „Hingucker“ und gleichzeitig werden Chemikalien für Farben und Co. gespart. Tolle Beispiele sind hier→ gesammelt.

Und hier ein Video zum selber machen:

2. Email statt Brief

Wenn schon massenweise Informationen z.B. an Kunden versandt werden müssen, dann muss das definitiv nicht mehr per Brief geschehen. Mails funktionieren einfacher, schneller, günstiger und in beiden Fällen wird der Inhalt ohnehin meist nur einmal gelesen. Wenn es besondere Mailings sein sollen, gibt es tolle Beispiele für ansprechend gestaltete Mails.

3. Kataloge vermeiden und Dateien nutzen

Kunden und Fans mit den neuesten Produkten und dem ganzen Portfolio zu erreichen, ist wichtig wie eh und je. Aber oftmals muss es nicht der gedruckte 100-Seiten-Katalog sein. Gut gestaltete pdf-Kataloge machen viel her und lassen sich zudem nach den wichtigen Informationen einfach durchsuchen, während physische Kataloge schnell durch langes blättern nerven.

4. Papierfreie Eventorganisation

Broschüren, Handouts, Ablaufprogramme. Vor dem Event, während des Events und oft noch danach. Auch hier können Unternehmen Vorbild sein und Papier und Drucke sparen. Mit Apps wie lineupr lassen sich alle notwendigen Event-Informationen digital abbilden, sind meist übersichtlicher und bieten noch weitere Funktionen wie die Kommunikation zwischen den Teilnehmenden.

5. Space-Branding durch Pflanzen und grüne Logos

Das Image vieler Unternehmen bestimmt sich auch durch deren Büros und Kundenräumlichkeiten. Wer die eigene grüne Ader zeigen will, findet immer mehr Möglichkeiten die eigenen Räume statt mit überteuerten Möbeln mit Pflanzen und grünen Wandgemälden zu gestalten. Dieser Anbieter hat ansehnliche Beispiele.

6. Cleanvertising

Beim Cleanvertising wird die natürliche Umgebung genutzt, um Botschaften und Inhalte zu vermitteln. Skulpturen aus Sand, in Logo-Form geschnittene Hecken, in Form aufgestapelte Steine vom letzten Bau. Die Kreativität ist endlos und es werden keine oder kaum zusätzlichen Ressourcen gebraucht.

Cleanvertising mit Blumenkuebel als Teetasse
Pflanztöpfe für Bigelow Tea von Jason Lazar (www.jasonislazar.com)

7. Nützliche Werbegeschenke

Viele Unternehmen wollen hin und wieder Werbegeschenke zu bestimmten Situationen vergeben. Statt der Kugelschreiber und Anhänger, die kaum genutzt oder weggeschmissen werden, kann kreativ die Frage beantwortet werden, was die Zielgruppe wirklich gebrauchen kann: Pflegeprodukte, Tees, Gewürze oder ganz der Zielgruppe angepasste Konsumprodukte.

8. Umweltfreundliche Giveaways

Wer einen Schritt weiter gehen möchte, schenkt den Kunden gleich Produkte, die aktiv der Umwelt helfen. Besonders begeistert sind wir immer von Samenbomben, wie die von Seedbomb City.

9. Reverse Graffiti

Reverse Graffitis sind de facto die Umkehrung des Graffiti. Entweder wird mit einem Wasserstrahl eine dreckige Oberfläche partiell gereinigt oder es wird eine Oberfläche mit (umweltfreundlichem) Wachs behandelt, sodass die Botschaft nur nach Regen sichtbar wird. Absolut kreativ und zugleich viel ressourcensparender als gesprühte Graffitis.

© Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Im Büro die Umwelt schonen

10. Intelligentes Energie Management am PC

Beim Herunterfahren des PC wird die Stromversorgung angeschlossener USB-Geräte nicht automatisch ausgeschaltet. Wer Monitor oder andere Geräte angeschlossen lässt, hat somit einen dauerhaften Energiefresser. Funktion einfach ausschalten und Energie sparen. Erklärung hier→.

11. Green Ethernet Switches

Moderne energiesparende Switches versetzen den Transceiver in einen energiesparenden Schlafmodus, wenn keine Netzwerkaktivität vorliegt. Lohnt sich für kleine und mittlere Unternehmen in deren Unternehmensnetzwerken. Ausführlichere Erklärungen hier→.

12. PC Ruhezustand statt Standby-Modus

Leider oft nicht voreingestellt, aber im Bürobetrieb ein guter Hebel Energie zu sparen. Der Windows Ruhezustand verbraucht weniger Energie als der Standby-Modus und für die meisten macht die Performance der beiden keinen Unterschied. Wie es geht, wird hier→ erklärt.

13. Keine Fax-Geräte mehr kaufen

Es gibt heute komfortable digitale Alternativen zum Fax, die bedeuten, dass kein Strom für das Faxgerät oder die Ressourcen zur Herstellung benötigt werden. Mit einem Scanner (oder einer Scanner-App) und einem eFax-Zugang ist der Prozess nach Eingewöhnung sogar schneller. Chip stellt Anbieter vor.

14. Keine Emails ausdrucken

Eigentlich allen klar, aber wir wollen es noch einmal betonen. Mit jeder gedruckten Mail werden Ressourcen verbraucht, die wohl deutlich den Nutzen übersteigen. Mit ein wenig Eingewöhnung kann man alle notwendigen Dokumente am PC lesen, kommentieren und oft sogar kollaborativer bearbeiten.

15. Streaming vermeiden

In vielen Büros läuft den Tag über Musik für die passende Arbeitsstimmung. Wird dabei ein Online-Anbieter genutzt, werden die Lieder oft per Streaming abgespielt. Damit werden dauerhaft Daten abgerufen und die Server müssen rechnen. Der Energieverbrauch dabei ist enorm. Bei vielen Anbietern kann man die Lieblingsplaylists auch lokal herunterladen und das dauernde Streaming entfällt.

16. Energiesparende Geräte kaufen

Wenn der Auftrag im Einkauf verankert wird, beim Kauf neuer Geräte auf energiesparende Modelle zu achten, können enorme Ressourcen eingespart werden.

17. Beim Druck auf umweltbewusste Anbieter setzen

Drucken ist nicht gleich Drucken. Immer mehr Anbieter haben sich darauf spezialisiert umweltfreundliche Prozesse aufzubauen, energiesparende Geräte einzusetzen, ressourcenschonende Papiere und darauf angepasste Farbschemata anzubieten. Eine Online-Suche nach „umweltfreundliche druckereien“ liefert viele spannende Ergebnisse.

18. Büroausstattung bei umweltfreundlichen Anbietern kaufen

In Büros finden sich nicht nur Geräte, sondern auch andere Haushaltsgegenstände: Thermosbecher, Flaschen, Besteck, Handtücher und viele mehr. Wenn solche Dinge neu gekauft werden müssen, findet sich eine breite Auswahl umweltfreundlicher Anbieter mit überzeugenden neuen Produkten. Unsere Empfehlung: Der Laguna plastikfreie Onlineshop.

19. Elektrogeräte reparieren statt neu kaufen

Die Diskussionen um den Ressourcenverbrauch von Elektrogeräten nehmen zu: gesellschaftliche und Umweltfolgen von seltenen Erden und auch die Produktion selbst sind kritisch zu betrachten. Statt Geräte neu zu kaufen, wenn die langsamer werden oder kleinere Fehler haben, können sie günstiger und mit hohem Anspruch repariert werden. Mit www.kaputt.de hat sich die erste Plattform gebildet, die speziell auf Firmenkunden abgestimmte Dienstleistungen anbietet.

20. Graspapier für besondere Drucke nutzen

Wer besondere Drucke hat, einen echten Aha-Effekt erzeugen möchte und gleichzeitig die Umwelt schonen, sollte sich einmal mit Graspapier beschäftigen. Die besondere Optik macht einen bleibenden Eindruck und spiegelt das eigene Umweltengagement gut wider. Unser Partner Matabooks z.B. nimmt verschiedenste Anfragen an und druckt auch unsere Visitenkarten auf Graspapier.

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