Global Goals Jam 2020: Unternehmen aus Sachsen stellen sich den Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung

Rückblick: Vom 18.-20. September fand weltweit in rund 100 Städten der „Global Goals Jam“ statt, so auch im Impact Hub Dresden. Die United Nations („UN“, Vereinte Nationen) initiierte das Wochenend-Format global.

17 Ziele für die nachhaltige Entwicklung – die SDG

Gesellschaftliche Akteure und Unternehmen stehen zunehmend unter Druck oder möchten von sich heraus eine nachhaltige Entwicklung einschlagen. Dabei werden beispielsweise Ziele wie Klimaneutralität und Umweltschutz verfolgt, aber auch soziale Verantwortung im Betrieb und der Lieferkette übernommen. Rahmen dafür bieten die 17 Sustainable Development Goals („SDG“, Ziele der Nachhaltigen Entwicklung), ausgegeben von den Vereinten Nationen, welche jederzeit Orientierung liefern.  

Die 17 SDGs sind Ziele zur nachhaltigen Entwicklung bis 2030, entwickelt und ausgegeben von den Vereinten Nationen. Sie dienen als Rahmen für die weitere Entwicklung von Startups, bestehende Unternehmen und Organisationen, Regierungen und auch Privatpersonen.   

Verschiedene Organisationen stellen sich unterschiedlichen Herausforderungen der Nachhaltigkeit

Das Wochenende ist ein Angebot, um sich intensiv innerhalb von 48 Stunden mit konkreten Fragestellungen aus der Unternehmenspraxis auseinander zu setzen. Zur Lösungsfindung werden Methodiken des Design Thinking angewendet. 

Zu Gast waren sechs Organisationen aus Sachsen, welche sich jeweils unterschiedlichen Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung gestellt haben. Zur ganzheitlichen Nachhaltigkeit zählen sowohl Aspekte der Umwelt, der Wirtschaftlichkeit, aber auch soziale Belange. Daher bezogen sich die eingebrachten Fragen u.a. auf Bildungsaspekte, Integration, auf die Arbeitswelten von morgen oder die eigene Nachhaltigkeit bzw. jene der Zuliefernden.

Nachhaltigkeitsberater Steve Grundig von plant values, welcher zusammen mit Design Thinking Coach Yvonne Horn von Qilmo das Wochenende methodisch begleitete, kommentiert das Engagement wie folgt:

„Es ist wichtig, dass sich nach und nach alle in der Gesellschaft mit Nachhaltigkeit ernsthaft auseinander setzen. Nur so schaffen wir eine Gesellschaft und Wirtschaft, die zukunftsfähig ist. Umso lobenswerter, dass hier Unternehmen die Chance ergreifen, einen fundierten Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu erarbeiten!“

– Nachhaltigkeitscoach Steve Grundig, plant values

Mit von der Partie waren folgende Organisationen und Unternehmen aus Sachsen, welche wir hier mit deren jeweiligen Challenges in der Galerie vorstellen:

Nachdem die Challenges vorgestellt waren, bildeten sich interdisziplinäre Teams am Freitag. Nach der Problemanalyse am Samstag wurde in den Lösungsraum gewechselt. Ab Samstagnachmittag wurden die vielversprechendsten Ideen in der Folge zu einem Konzept mit Prototypen weiterentwickelt. Zum Sonntagmittag standen final die Präsentationen der Lösungen an.

Teams erdenken zusammen Lösungen und konstruieren anschauliche Prototypen

Die Erarbeitung passiert mit Spaß und im interdisziplinären Rahmen. Neben Unternehmen sind nämlich zahlreiche Gäste mit verschiedenen Hintergrund, die Interesse an Nachhaltigkeit und Design Thinking haben, eingeladen. Diese gemeinsam bildeten Teams um die Herausforderung der Unternehmen zusammen zu lösen. In Gruppengrößen von 4 bis 7 Leute wird an finalen Lösungskonzepten geschraubt. Final wurde jene mittels Rollenspielen, Prototypen oder selbst gebauten Legomodell anschaulich und kurzweilig präsentiert. 

„Einerseits bedeutet das viel Spaß, das Kennenlernen neuer Leute und andererseits kommen bei der Lösungsentwicklung verschiedene Sichtweisen und Fachwissen zum Tragen. Design Thinking mit Nachhaltigkeit zusammen zu bringen ist eine echt fruchtbare Verbindung“

-Design Thinking Trainerin Yvonne Horn, qilmo

Damit sich die Teilnehmenden und Unternehmensvertreter*innen im Verlauf des Wochenendes nicht im Dschungel der Nachhaltigkeit verlieren, wurden diese dauerhaft von geschulten Mentor*innen betreut. 

Reaktion einer Jam-Teilnehmerin auf LinkedIn. Im Foto zu sehen sind verschiedene Hüte, die sich die Teilnehmer*innen zur Weiterentwicklung der Idee aufgesetzt haben. Damit fließen verschiedene Sichtweisen in die Protoytyp-Entwicklung ein. Ein Klassiker des Design Thinkings.
Mehr Bilder und Impressionen gibt´s u. a. auf LinkedIn.

Finale Konzepte für Unternehmen als Beitrag zu den SDGs

Am Sonntagmittag, am Ende der Sustainable Design Thinking Phasen,  präsentierten die Teams die Ergebnisse. Entwickelt wurden u.a. … 

  • Eine KI-basierte Bewertungsmatrix, sodass von CB Applications Lieferketten im Sinne der Nachhaltigkeit fundiert bewertet und im Anschluss optimiert werden können
  • Ein umfangreiches Schulungskonzept, um Nachhaltigkeit bei der Entwicklung künftiger Arbeitswelten von der T-Systems Multimedia Solutions mit zu bedenken
  • Aus der Challenge vom Progress Finanzplaner wurde die Initiierung einer abwechslungsreichen und praxisnahen Eventreihe. Ziel der Reihe ist der regelmäßige Austausch über Best Practices zum nachhaltigen Wirtschaften. 

Alle erarbeiteten Lösungen liefern folglich Beiträge zu den verschiedenen SDGs. Die Unternehmensvertreter*innen sagten im Anschluss an die Präsentation, dass viele Konzepte direkt in die Betriebe übernommen und dort Anwendung finden werden. Sie zeigten sich daher zufrieden mit der Ausarbeitungen und dem guten Teamwork.

„Das Wochenende hat bei den Unternehmen die Augen geöffnet, wie man Probleme interdisziplinär, nutzerzentriert und auf neuen Wegen methodisch lösen kann!“

– Nico Bernstein, Vorstand des Open Service Design Academy e.V.

Großes Danke an die Helfer*innen für Einsatz

Die Anstrengung haben sich schlussendlich gelohnt. Die Ergebnisse begeisterten schließlich die Teilnehmer*innen, Sponsor*innen, die beteiligten Unternehmen mit ihren Challenges und die Organisator*innen. 
Organisiert wurde das Nachhaltigkeits-Wochenende vom Open Service Design Academy e.V. mit Unterstützung der Beratung für Nachhaltigkeit plant values aus Dresden und dem Impact Hub, Anbieter von Eventfläche und CoWorking-Plätzen.

„Ohne die fleißigen Helfer*innen und ehrenamtliche Unterstützung von vielen Seiten würde das Event nicht stattfinden können. Daher ein großes Dankeschön für die tolle Zusammenarbeit!“


Ebenso Danke an die Sponsor*innen der Open Service Design Academy und die Unternehmen mit ihren Challenges für die Unterstützung.


Weiterlesen und mehr Informationen (Verlinkungen sind hinterlegt):


Verfasst wurde der Beitrag gemeinschaftlich von Nico Bernstein (Vorstand OSDA e.V.), Yvonne Horn (qilmo) und Steve Grundig (plant values) .

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