>50 Nachhaltigkeits-Tipps | Teil 2 Grünes Büro

Viele Unternehmen fragen uns, was sie denn alles tun können, um nachhaltiger zu werden. Die Antwort darauf endet meist in einem halbstündigen Monolog.

Da wir uns auch im Kern nicht um die vielen kleinen Dinge kümmern, die ein Unternehmen verändern kann, um nachhaltiger zu werden – sondern wir Organisationen dabei begleiten selbst zu erkennen, wie sie Nachhaltigkeit strategisch verankern können, schreiben wir unsere Tipps in ein paar Blogbeiträgen auf.

Mit dieser kleinen Reihe wollen wir also verschiedenste Tipps und Ideen vorstellen, wie man das eigene Unternehmen nachhaltiger gestalten kann. Von schnell umsetzbaren Tricks bis zu ausgefallenen grünen Kampagnen.

Nach dem ersten Artikel der Reihe zu Tipps und Tricks nachhaltiger im Marketing und mit Technik (Link) zu werden, kommt hier nun der zweite.

Diesmal geht es um das Büro, den Alltag im Büro und auch alles drumherum. Wir haben ganz verschiedene Tricks zusammengetragen und denken, es ist für jedes Unternehmen das ein oder andere dabei.

21. Räume teilen

Raum ist heute ein enormer Ressourcenfaktor. Geteilte Nutzung lohnt sich sowohl für die Umwelt als auch für den eigenen Austausch und das Netzwerk darüber nachzudenken, ob eine Bürogemeinschaft ode rein Coworking-Space (wie die Impact Hubs) in Frage kommen oder eigene freie Fläche dauerhaft oder zeitweise (z.B. über spacebase) vermietet werden kann.

22. Gesunde Snacks im Office

Warum nicht für alle Mitarbeitenden Obst, Gemüse oder frische Kräuter für Tee bereit stellen? Der Zusatzaufwand ist wirklich nicht groß, das Wohlfühllevel steigt aber enorm und der Gesundheit helfen kleine Vitaminspender auch. Ganz einfach als Abo z.B. bei fruiton 

Obstkorb

23. Wasser-Karaffen oder individualisierte Flaschen für Mitarbeitende

Plastik-Wasserflaschen ins Büro schleppen (lassen)? Die Verpackung und die gefahrenen Kilometer durch Deutschland können ganz einfach eingespart werden. Immer mehr Deutsche trinken auch gern Leitungswasser. Wer mag, kann einen Wasserfilter und sogar einen Sprudler einbauen lassen. Und zum Anreiz werden eben Karaffen oder sogar individuelle Wasserflaschen gestellt, wie z.B. die von soulbottle mit eigenen Firmenlogo.

24. Pflanzen im Büro

Pflanzen am Arbeitsplatz verbessern nicht nur das Raumklima, sondern auch die Konzentration und Produktivität der Mitarbeitenden. So zeigt es die Studie von norwegischen Forschern.

25. Kaffeesatz weiter nutzen

Kaffee ist in vielen Büros fast schon Grundnahrungsmittel. Dabei fallen enorme Mengen Kaffeesatz an, die eigentlich noch effektiver genutzt werden können, als im Biomüll zu landen. Kaffeesatz ist toller Dünger für Pflanzen, wirkt geruchsneutralisierend und man kann auf ihm Speisepilze für den nächsten Büro-Kochabend züchten.

26. Grünflächen essbar und bienenfreundlich gestalten

Wer Grünflächen auf dem eigenen Gelände hat, für den bietet es sich an die im Sinne der Mitarbeitenden und der Umwelt zu nutzen. So können zur freien Verfügung pflegeleichte Gemüsesorten ausgebracht, Obstbäume gepflanzt oder bienenfreundliche Blumenwiesen gesäht werden. Eine Bank im Grünen für die Pause der Mitarbeitenden steigert außerdem enorm deren Energielevel!

27. Umweltfreundliche Reinigungsmittel

Mittlerweile gibt es für jedes Putzmittel deutlich ökologischere Varianten, die meist auch nicht viel teurer sind. Einerseits lassen sich mit Zitronensäure und Natron bestens hartnäckige Flecken und Schmutz beseitigen. Greift man lieber doch zum Produkt, ist die Marke Frosch seit Jahrzehnten Pionier und bietet ein breites Portfolio an.

28. Mülltrennung

Das Thema ist so alt wie der moderne Umweltschutz an sich. Stellen Sie im Unternehmen Mülleimer zur Verfügung, die zu ihren kommunalen Mülltonnen passen, hängen Sie Erklärungen auf, was in welchen Eimer gehört und sprechen Sie darüber.

29. Papier sparen – in Bad und Büro

Denkt drüber nach – muss jede Mail gedruckt werden? Können wichtige Dokumente sogar besser in digitalen Ordnern strukturiert und archiviert werden? Muss das Angebot an den/die Kund*in im Briefformat rausgehen oder reicht eine Mail? Benötigt es wirklich Print-Werbung? Sollten Dokumente wirklich gedruckt werden müssen, so am besten auf Recyclingpapier (Besonders gut machen sich hier die Label Blauer Engel oder FSC.) und natürliche Farben anstatt auf Druckerfarben auf Erdölbasis zurückgreifen. Und schon mal was von Gras- oder Samenpapier gehört? Als regionale Alternative zu Papier aus Holzfasern (z.B. von Matabooks) riecht es nicht nur gut – es fühlt sich auch gut an und erzeugt einen Marketing-WOW-Effekt!

Gleiches gilt für das Badezimmer bzw. Toilettenräume: Eine Studie des Umweltbundesamtes belegt, dass Kaltluft-Händetrockner (wie die immer verbreiteteren Geräte von Dyson) deutlich umweltfreundlicher sind als Papierhandtücher. Die älteren Heißlufttrockner schneiden sogar deutlich schlechter ab. Alternativ bieten sich Stoffhandtuchspender an. Stoffhandtücher lassen sich einfach waschen. Sie sind nicht nur umweltfreudnlich, sondern auch kostengünstig, komfortabel und hygienisch. (z.B. von MEWA) Wer aus diversen Gründen dennoch Papierhandtücher einsetzen möchte, sollte auf Recycling-Papierhandtücher setzen.

30. Gemeinsam bio-regional kochen

Gemeinsam im Unternehmen zu kochen stärkt das Teamgefühl. Wenn man dann noch aus regionalen und Bio-Lebensmitteln kocht, hat man im Sinne der Nachhaltigkeit bereits einiges getan. Das stößt auch den Austausch über das Thema an und sensibilisiert alle auch zu Hause darüber nachzudenken. Tipp: Als Firmenkunde lohnt es sich dann oft Mitglied in einer Verbrauchergenossenschaft oder gar Solidarischer Landwirtschaft zu werden. Beispiel ist die Dresdner Verbrauchergemeinschaft.

31. Voreinstellungen bei Geräten umweltfreundlich anpassen

Einer der häufigsten Tricks: Die Standardeinstellung bei Druckern auf beidseitigen Druck stellen und automatisch wird Papier gespart.

32. Möblierung auswählen und spenden

Wenn die Einrichtung erneuert werden soll oder das ganze Büro umzieht, fallen oft dutzende Möbelstücke an. Die sind meist aber zu gut für die Müllpresse. Besser ist es sie zu spenden, damit Ressourcen zu schonen und anderen gute und günstige Möbel zu ermöglichen. Möbelspenden sind ganz einfach zu finden, in Berlin z.B. übernimmt das die BSR.

Generell kann man für die Möblierung einfache, natürliche Varianten wie Palettenmöbel oder Pappmöbel einsetzen. In der Regel sind diese langlebig und recyclebar.

33. Second Hand einkaufen

Auch bei der Neueinrichtung mit Möbeln kann man Geld und Ressourcen sparen. In vielen Städten gibt es Anbieter für gebrauchte Büroeinrichtung, auch Küchenutensilien und Interior für Bad und Toilette. In Berlin macht das z.B. seit bereits 30 Jahren „Das zweite Büro“.

34. Helle Einrichtung wählen, um Licht zu sparen

Werden Möbel und andere Einrichtung in hellen Farben gewählt, kann die Wirkung des natürlichen Lichts maximiert und damit die Nutzung von Lampen teils deutlich verringert werden.

helles Büro

35. Naturbelassene Farben und Lacke nutzen

Bei der Auswahl von Einrichtung kann insb. bei Neukauf darauf geachtet werden, dass naturbelassene Stoffe wie Lacke, Farben, aber auch Polster gewählt werden. Das schont die Umwelt und schlägt sich tendenziell auch in der Vitalität der Mitarbeitenden nieder, die keine chemischen Stoffe einatmen müssen. Memo hat langjährige Erfahrung mit nachhaltigen Büros und bietet Reparaturservices an.

36. Licht mieten statt kaufen

Bereits seit einigen Jahren verfügbar aber noch recht wenig bekannt: Immer mehr Unternehmen bieten an Licht zu mieten statt es zu kaufen. Dabei wird ein Beleuchtungskonzept für die zu beleuchtende Firmenfläche erstellt und die Leuchtkörper optimal eingesetzt. Als Kunde zahlt man nur für das Licht, nicht für die Lampen. Tatsächlich meist eine Win-Win-Win-Situation für Unternehmen, Anbieter und Umwelt.

37. Green Design bei inhabitat

Wer weitere Inspiration zu Grünem Design, Einrichtung oder auch anderen Bereichen sucht, der wird sicher bei inhabitat fündig.

Related Posts

1 Response

Leave a Reply